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«Zeitdruck behinderte Dialog»

Das Einvernehmen der Behörden im Rafzerfeld ist durch das Bauprojekt von Coop gestört.

Nachgefragt Mit Ursula Fehr sprach Céline Trachsel Wie beurteilen Sie das Verhältnis zwischen Hüntwangen und Eglisau? Wir konnten uns bezüglich des Einkaufszentrums und dessen Auswirkungen nicht wesentlich näher kommen – wegen des Zeitdrucks, den die Investoren aufgesetzt haben. Ich hoffe aber, dass danach wieder die frühere gute Zusammenarbeit möglich wird. Der Zusammenhalt der Rafzerfelder Gemeinden ist wichtig. Ihre Strategie, das Einkaufszentrum zu verhindern, entspricht so gar nicht der SVP-Maxime der freien Marktwirtschaft. Ich kann das Projekt nicht mehr verhindern, möchte es aber optimieren. Bei meinen Entscheiden handle ich im Interesse von Eglisau. Was die freie Marktwirtschaft angeht: Ich glaube, unsere Region ist nicht unterversorgt – und Einkaufszentren gibt es in unserer Region auch schon genug. Soll die Gemeinde also Angebote im Städtli erhalten, für die keine Nachfrage vorhanden ist? Das nicht, aber wir sollten den Dorfläden die Umstände nicht noch erschweren. Diejenigen, die kurzfristig Freude am neuen Einkaufszentrum haben, sind dann auch dieselben, die laut über das Ladensterben jammern. Sie brauchen mehr Zeit, um sich auf das Bauvorhaben von Coop vorzubereiten. Hat der Gemeinderat denn seine Hausaufgaben nicht gemacht? Im Gegenteil: Wir nutzen die Zeit, die uns die Rekursfrist gibt, um nachzuholen, was der gemeinsame Workshop und weitere Gespräche mit den betroffenen Rafzerfelder Gemeinden nicht erreichen konnten – zum Beispiel ein Verkehrs- und Versorgungskonzept.

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