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Zentrum braucht weitere Käufer

Ein Quadratmeter Boden im Gewerbe- und Kulturzentrum in Thalwil kostet bis zu 4100 Franken.

Von Philipp Kleiser Thalwil – Es war ein lange ein gut gehütetes Geheimnis. Doch jetzt ist klar, wie teuer die Stockwerkeinheiten im geplanten Gewerbe- und Kulturzentrum Thalwil auf dem ehemaligen Schiessplatz im Gebiet Böhni sind. Die Verkaufspreise liegen zwischen 1100 und 4100 Franken pro Quadratmeter. Diese Zahlen hat Peter Schäppi bekannt gegeben. Er ist der Kommunikationsverantwortliche der GuK Gewerbe & Kultur AG. Der Verkauf ist vor wenigen Tagen öffentlich lanciert worden. Die Preise sind abhängig von Lage und Nutzbarkeit der Einheiten – und nach Überzeugung der GuK AG günstig. «Für 1100 Franken bekommt man einen Lagerraum, der aber nicht zum Arbeiten geeignet ist. Die höchsten Preise bezahlt man für einen hohen Raum im Erdgeschoss, der auch als Werkstatt dienen kann», sagt Schäppi. 31 Prozent Fläche verkauft Zunächst will die GuK AG alle Stockwerkeinheiten im Gebäude B entlang der Schützenstrasse verkaufen. 31 Prozent der über 6000 Quadratmeter Verkaufsfläche sind dort bereits fest reserviert. Zugesagt haben bislang ein Musiker, ein Bildhauer, ein Transportunternehmen sowie als grösster Käufer der Verein für Sozialpsychiatrie im Bezirk Horgen, der bisher auf dem Wädenswiler Giessen-Areal beheimatet war und dort einer Überbauung mit Luxuswohnungen weichen muss. Die Liste der Käufer ist damit in den letzten zwei Monaten nicht länger geworden. «Für weitere 40 Prozent der Fläche laufen jedoch konkrete und aussichtsreiche Verhandlungen mit möglichen Käufern», sagt Schäppi. Der GuK-Sprecher hofft, bis zum Sommer mehr als 50 Prozent der Nutzfläche verkaufen zu können. Diese Hürde gilt als Bedingung, dass die Gemeinde die Altlastensanierung auf dem Areal des ehemaligen Schiessplatzes in Angriff nimmt. Die GuK AG selbst hat sich diese Hürde gesetzt. «Wir wollen eine gewisse Sicherheit haben, dass sich das Ganze rechnet», sagt Schäppi. Ende Juni werde man sich mit dem Thalwiler Gemeinderat treffen, um definitiv über den Start zur Altlastensanierung zu entscheiden.Läuft alles glatt, soll das Zentrum auf dem 8500 Quadratmeter grossen Areal Mitte 2013 bezugsbereit sein. Noch ist allerdings das Baubewilligungsverfahren nicht abgeschlossen. Zwar ist die GuK AG bereits im Besitz einer gültigen Baubewilligung. Weil das ursprüngliche Projekt aber zu wenige Interessenten anlockte, wurde es überarbeitet und macht ein Revisionsverfahren nötig. Geplant sind nun zwei miteinander verbundene Gebäude, die je auf eigenen Parzellen errichtet werden und so im späteren Betrieb weitgehend voneinander unabhängig sind. Im Innern sind sie modular aufgebaut und garantieren so hohe Flexibilität. Schäppi rechnet mit einem positiven Baurechtsentscheid, zumal auch aus der Nachbarschaft keine Opposition zu vernehmen ist: Niemand hat die Gesuchsunterlagen verlangt. Wann genau das revidierte Gesuch von der Thalwiler Baukommission behandelt wird, darüber gibt die Thalwiler Kommunikationsbeauftragte Heidi Egli keine Auskunft: «Sicher ist, dass die zuständige Kommission das Gesuch so rasch als möglich behandelt.» Aus diesen knappen Worten wird klar: Auch die Gemeinde hat ein Interesse, dass es bald vorwärtsgeht. Vielleicht doch Vermietung Im Juni sollte auch klar sein, was die GuK AG mit dem Gebäude A plant, das quer zur Schützenstrasse steht. «Wir hoffen auf einen Investor, der das Gebäude als Ganzes kauft und selber nutzt oder vermietet», sagt Schäppi. Sollte sich kein Investor finden, kann sich die GuK AG auch vorstellen, das Gebäude auf eigene Kosten zu erstellen und die Einheiten zu vermieten. Denn ein Verkauf aller Einheiten habe sich als schwierig herausgestellt, sagt Schäppi: «Ein gewerblicher Mieter, der sich nur auf zehn Jahre verpflichtet, muss weniger langfristige Überlegungen als ein Käufer machen und auch kein Eigenkapital einbringen.» Erst wenn diesbezüglich die Weichen gestellt sind, entscheidet die GuK AG, ob das zweite Gebäude gleichzeitig oder in einer späteren Bauetappe errichtet wird. So soll das Gebäude B des geplanten Gewerbe- und Kulturzentrums Thalwil an der Schützenstrasse aussehen. Das Gebäude A kommt links davon zu stehen. Visualisierung: PD

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