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Schweizer Familienunternehmen kauft Rolf Erbs Immobilien

Die Schlosshof Immobilien AG haben einen neuen Besitzer. Ein Schweizer Unternehmen hat die Immobilien, darunter das Zentrum Töss, gekauft. Der Kaufpreis wird nicht publik gemacht.

Zentrum Töss in Winterthur: Die neuen Besitzer haben die Absicht, es möglichst langfristig zu erhalten.
Zentrum Töss in Winterthur: Die neuen Besitzer haben die Absicht, es möglichst langfristig zu erhalten.
TA

Der Erlös fliesst vollumfänglich in die Konkursmasse und soll den Gläubigern zugute kommen, die seit der Erb-Pleite im Jahr 2003 auf ihr Geld warten. Wie das Thurgauer Konkursamt heute Mittwoch mitteilte, wurde über die Verkaufsdetails, also auch den Preis, Stillschweigen vereinbart.

Diese Interessentin, die nun den Zuschlag erhielt, habe das höchste Angebot für die Schlosshof Immobilien AG (SIAG) gemacht. Der Verkauf gilt rückwirkend per 1. Januar 2017. Der Zürcher Rechtsanwalt Livio Zanetti vertritt die Käuferin und wird neuer Verwaltungsratspräsident der SIAG. Christian Erb, der Bruder des verstorbenen Rolf Erb, bleibt im Verwaltungsrat. Er hat aber keine Beteiligung und keine Rechte an der SIAG.

Zentrum Töss soll erhalten bleiben

Was mit dem Herzstück der Schlosshof Immobilien, dem Zentrum Töss in Winterthur, passieren soll, ist noch nicht abschliessend geklärt. Die neuen Besitzer haben laut Mitteilung aber ihre Absicht erklärt, das Zentrum Töss «möglichst langfristig» zu erhalten. Sie seien sich bewusst, welche besondere Bedeutung dieses Zentrum habe. Neben dem sanierungsbedürftigen Hochhaus in Töss gehören zahlreiche Mehrfamilienhäuser zur SIAG.

Bei der Villa Wolfensberg, dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Erb, sind die Verkaufsvorbereitungen inzwischen abgeschlossen. Ein Maklerunternehmen erhielt den Auftrag, die Villa zu verkaufen. Das Gebäude mit Aussicht auf die Stadt Winterthur ist zwar nicht Bestandteil der SIAG, gehört aber zur Konkursmasse Rolf Erb. Auch dieser Erlös wird somit an die Gläubiger gehen.

Oldtimer unter dem Hammer

Rolf Erb erlebt den Verkauf seiner Immobilien nicht mehr. Er wurde am 8. April tot in Schloss Eugensberg aufgefunden. Der 65-Jährige entging so seiner siebenjährigen Freiheitsstrafe, die er kurz darauf hätte antreten sollen. Gemäss Angaben der Staatsanwaltschaft Thurgau starb er aber eines natürlichen Todes.

Auch das Schloss Eugensberg wird derzeit verkauft. Bereits unter den Hammer kam die Oldtimer-Sammlung. Rolf Erb, der letzte Konzernchef der Erb-Gruppe, hatte stets alle Vorwürfe abgestritten und die Schuld an der Pleite seinem verstorbenen Vater Hugo zugeschoben.

2003 ging der Erb-Konzern Konkurs. Es entstand ein Schaden in Milliardenhöhe.

SDA/wsc

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