ZKB-Seilbahn: Kanton sagt Ja zur Nutzung des Sees

2020 soll die Züribahn der Kantonalbank das Zürcher Seebecken überspannen. Jetzt sind die Pläne einen grossen Schritt näher an die Realisierung gerückt.

Die Züribahn der Zürcher Kantonalbank soll von 2020 bis 2025 von der Blatter- auf die Landiwiese führen.

Die Züribahn der Zürcher Kantonalbank soll von 2020 bis 2025 von der Blatter- auf die Landiwiese führen. Bild: Zürcher Kantonalbank

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Die Gondelbahn über den Zürichsee, die die Zürcher Kantonalbank zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum plant, hat den Widerstand von Quartiervereinen, Umweltverbänden und Privaten provoziert. Sie versuchen, die «Züribahn» mit Rekursen zu verhindern oder zumindest zu verzögern.

Ungeachtet des Widerstands, den das Projekt auch im Zürcher Gemeinderat provoziert hat, ist es jetzt einen entscheidenden Schritt weiter: Das Kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) hat den Betreibern die wasserrechtliche Konzession erteilt, wie die NZZ schreibt. Der ZKB wird damit die Nutzung des Sees für den temporären, von 2020 bis 2025 vorgesehenen Seilbahnbetrieb erlaubt.

Eine halbe Million Franken Gebühren

Gegen das Konzessionsgesuch vom vergangenen Herbst hatten der Segelclub Enge, der VCS Schweiz, die Stiftung Landschaftsschutz und mehrere Privatpersonen Einsprache erhoben. Mit den Seglern konnte sich die ZKB einigen, sie verschiebt Bojen und versetzt Flosse. Der Rest der Einwendungen muss gemäss NZZ im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens vom Bundesamt für Verkehr (BAV) geklärt werden. Das Awel hat die Einsprachen deshalb abgewiesen. Damit der Bund die Gondelbahn bewilligt, ist zusätzlich zur wasserrechtlichen Konzession auch ein kantonaler Gestaltungsplan erforderlich.

Für die Nutzung des Zürichsees – unter anderem für die zwei grossen Stützpfeiler vor der Landi- und der Blatterwiese – muss die Kantonalbank dem Awel Gebühren zahlen. Für Bau- und Rückbau verlangt das Amt einmalig rund 76'000 Franken. Während des Betriebs betragen die Gebühren 52'000 Franken pro Jahr. Das Awel geht für Bau, Betrieb und Rückbau von einer Beanspruchung des Sees von 2019 bis 2026 aus.

(lop)

Erstellt: 29.04.2019, 14:00 Uhr

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