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Zu viel Erfolg: Gemeinde-GA ist in Gefahr

Die vergünstigte Gemeinde-Tageskarte für den öffentlichen Verkehr ist einer der grössten Marketinghits der letzten Jahre. Für die Verkehrsbetriebe ist sie zu attraktiv. Die Folge: Die Gemeinden überdenken ihr Angebot.

Die SBB finden: Wer klug ist, fährt im Zuge und soll in Zukunft mehr dafür bezahlen. Auch wenn dann viele Kluge lieber zu Hause bleiben.
Die SBB finden: Wer klug ist, fährt im Zuge und soll in Zukunft mehr dafür bezahlen. Auch wenn dann viele Kluge lieber zu Hause bleiben.
David Baer

Über 20 Gemeinden des Zürcher Unterlandes verkaufen die «Tageskarte Gemeinde» für 35 bis 40 Franken. Sie kaufen sie für einen Tagespreis von rund 27 Franken ein, zuzüglich ihrer eigenen Aufwendungen. Neu müssten sie pro Tag mehr als 30 Franken bezahlen.

Die Zahlen einer nicht repräsentativen Umfrage unter Unterländer Gemeinden sprechen Bände: Die Auslastung des vergünstigten Tages-Generalabonnements beträgt rund 75 bis fast 100 Prozent. Werte, bei denen vielen Marketingexperten warm ums Herz wird. Doch damit ist es wohl bald vorbei. Der Verband der 200 Betriebe des öffentlichen Verkehrs hat unlängst angekündigt, auf Ende Jahr im Rahmen allgemeiner Preiserhöhungen die Tageskarten um rund 15 Prozent zu verteuern und zugleich ihre Geltungsdauer zu beschränken. Sie wären statt den ganzen Tag neu erst ab 9 Uhr morgens gültig, die morgendlichen Pendlerzüge wären für die Benützer also tabu. Die Original-Tageskarten schlagen mit 64 Franken zu Buche.

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