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Zuber führte die U-21 zum Kantersieg

Drei Tore des GC-Spielers und ein 5:0 der Schweiz gegen Georgien in der EM-Qualifikation. Die Hauptprobe für die Revanche gegen Spanien ist geglückt.

Von David Wiederkehr, Lugano An wenigen Spielern kann sich GC-Trainer Ciriaco Sforza so herzhaft aufreiben wie an Steven Zuber. Zu verspielt sei der Mittelfeldspieler bei allem Talent und zu wenig effizient, pflegt er zu tadeln, wenn Zuber wieder einmal einen Übersteiger zu viel versucht und prompt hängen bleibt. Der 20-Jährige ist ein Youtube-Fussballer, das sagt er von sich selber: Er schaut sich Tricks von Cristiano Ronaldo an und versucht, dem Portugiesen nachzueifern. Dabei ist Sforza gar nicht darauf erpicht, ihm die Flausen auszutreiben. Er verlangt aber: «Dass Steven das Gespür entwickelt, wann er sich Spielereien erlauben kann und wann nicht.» Bei GC am Tabellenende der Super League ergeben sich diese Gelegenheiten seltener. Eher indessen im U-21-Nationalteam &endash und prompt war gestern im Qualifikationsspiel für die EM 2013 ein Steven Zuber in Höchstform zu bestaunen. Gegen Georgien, einen Widersacher von unterdurchschnittlichem Format, brauchte der junge Mann aus Winterthur zwei, drei Ballkontakte, ehe er das 1:0 schoss; von Haris Seferovic war er vorbildlich freigespielt worden. Und die frühe Führung war genau, was die Mannschaft von Pierluigi Tami benötigt hatte. Anders als im Hinspiel vor einem Monat, das im knappen 1:0-Sieg der Schweiz geendet hatte, entwickelte sich die ungleiche Paarung diesmal zum Kantersieg. Mit Zuber als dreifachem Torschützen und Mann des Spiels. Mit Volley und Hackentrick Zum 2:0 durch Ben Khalifa leistete er die Vorarbeit, bis zur Pause erhöhte er auf 4:0, und diese beiden Treffer allein waren das Eintrittsgeld im Cornaredo von Lugano wert: ein Volley aus 20 Metern, dann ein Schlenzer von der linken Seite. Wobei er sich vor dem 4:0 den Ball selbst mit einem Hackentrick vorgelegt hatte. «Ein grossartiger Treffer», freute sich Coach Tami. Mitunter wegen mangelnder Effizienz hatte der Trainer vor wenigen Monaten noch darauf verzichtet, Zuber zur U-21-EM mitzunehmen. Dieser hatte verärgert reagiert. Nun antwortet er, auf mögliche Ursachen für seine gestrige Leistung angesprochen: «Ich fühle mich in dieser Mannschaft eben sehr wohl.» Mit dem 5:0 gegen Georgien &endash in der zweiten Halbzeit traf als Einziger noch Raphael Koch mit einem Flugkopfball, während im Abschluss Seferovic das Glück des Tüchtigen fehlte &endash ist den Schweizern die Hauptprobe geglückt für die Neuauflage des EM-Finals am Montag. In Córdoba treffen sie auf Spanien, und sie wollen Revanche nehmen für das 0:2 von Aarhus. Natürlich, sagte Tami, sei Spanien auch mit der aktuellen Generation die beste Mannschaft von Europa. Er habe gegen Georgien aber auch eine sehr starke Schweiz gesehen, betonte der Tessiner und fand: «Es war die bislang beste Leistung dieser Qualifikation.»

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