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Zürcher Regierung ist nicht glücklich

Der Regierungsrat plant in Dübendorf ein Unispital, Forschungslabors oder Leichtindustrie – aber keinen Flugbetrieb mehr.

Von Ruedi Baumann Zürich?– Baudirektor Markus Kägi (SVP) ist zwar von Bundesrat und Parteikollege Ueli Maurer über seinen Sinneswandel vorinformiert worden. Doch er macht aus seinem Unmut kein Hehl. «Die Zürcher Regierung ist klar gegen eine Nutzung des Flugplatzes Dübendorf für militärische und zivile Fliegerei», sagte er gestern am Rande einer Medienkonferenz. Im Mai 2009 habe Maurer anlässlich der Militär- und Zivilschutzdirektorenkonferenz der Kantone mitgeteilt, dass auf eine Wiederaufnahme des militärischen Kampfjetbetriebs in Dübendorf «aus betrieblichen und finanziellen Gründen endgültig verzichtet wird». Nach Ansicht von Baudirektor Kägi benötigt ein Business-Flugplatz mindestens 80 000 Starts und Landungen, um rentabel zu sein. Bei mehr als 40 000 Flugbewegungen in Dübendorf müsse aber der Flugraum des Flughafens Zürich und des Flugplatzes Dübendorf neu organisiert werden. Ausserdem müsste der Sachplan Infrastruktur Flughafen – das SIL-Verfahren – angepasst werden. Und das würde «ewig» dauern. «Dieses Verfahren möchte ich den Gemeinden ersparten», sagt Kägi, «denn diese brauchen Planungssicherheit.» 5000 statt 300 Arbeitsplätze Ein wichtiges Argument für Kägi im Hinblick auf eine neue, zivile Nutzung des Flugplatzes Dübendorf sind auch die Arbeitsplätze. Ein Werkflugplatz bringe maximal 300 Arbeitsplätze, sagte er im Juni 2010 vor den Medien, eine andere Nutzung aber bis zu 5000. Denkbar seien die Ansiedlung von Forschungslabors, Unternehmen der Leichtindustrie oder der Bau eines neuen Unispitals. Der Regierungsrat ist deshalb daran, den Lärmkataster an einen leiseren Betrieb anzupassen. Das bedeutet, dass die Grenzwerte sinken und in Flugplatznähe nicht mehr nur Garagen und Industriehallen gebaut werden können.

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