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Zuzüger verhelfen Langnau zu schwarzen Zahlen

Für 2009 erwartete Langnau ein Defizit. Jetzt wirds einen Überschuss von fast zwei Millionen Franken geben. Doch die Steuern werden deswegen nicht gesenkt.

Langnau - Gemeindepräsident Thomas Oetiker (FDP) leitete am Donnerstagabend seine letzte Gemeindeversammlung. Er tritt zu den kommenden Wahlen nicht mehr an. Da die 107 anwesenden Langnauer - sie entsprechen 2,33 Prozent aller Stimmberechtigten im Ort - praktisch keine Fragen stellten, konnte Oetiker bereits nach 70 Minuten zum Apéro überleiten.

Wie erwartet stand das Budget 2010 im Vordergrund. Finanzvorstand Claude Rüeger (FDP) blickte dabei trotz Finanzkrise positiv in die Zukunft. Der im März 2010 ebenfalls nicht mehr antretende Gemeinderat ist überzeugt, dass die wirtschaftlichen Turbulenzen sich nicht allzu stark auf den Langnauer Finanzhaushalt auswirken dürften. Für nächstes Jahr rechnet Rüeger bei Aufwendungen von 43,058 Millionen Franken und Erträgen von 42,847 Millionen Franken mit einem Fehlbetrag von 210 000 Franken.

«Kein Lottosechser»

Und dieses Minus könnte sich wie im laufenden Jahr möglicherweise in eine schwarze Zahl verwandeln. Rüeger gab bei der Gemeindeversammlung bekannt, dass laut einer Hochrechnung von Ende November Langnau 2009 mit einem Überschuss von 1,7 Millionen Franken abschliessen werde. Budgetiert war ein Fehlbetrag von 171 000 Franken. «Dafür ist kein Lottosechser verantwortlich», sagte Rüeger. Vielmehr seien Neuzuzüger die Ursache für den positiven Trend.

Rüeger zeigte sich hinterher überrascht, dass bei diesen guten Aussichten keiner aufgestanden sei und eine erneute Steuersenkung beantragt habe. Der Steuerfuss bleibt somit bei 99 Prozent des kantonalen Einheitssatzes. Dies haben die Langnauer Stimmbürger einstimmig beschlossen.

Sie nahmen auch Kenntnis davon, dass Langnau im kommenden Jahr rund sechs Millionen Franken in verschiedene Vorhaben investieren wird. Der grösste Posten ist die Sanierung des Hallenbaddachs für 820 000 Franken. Auf Nachfrage aus der Versammlung versprach Oetiker hier zu prüfen, ob allenfalls alternative Energiequellen wie Sonnenkollektoren für die Warmwasseraufbereitung Verwendung finden könnten.

Alle Statuten genehmigt

Keine Opposition aus dem Plenum gab es gegen die sechs vorgelegten Statutenrevisionen von Zweckverbänden. Für Oetiker handelte es sich hier um eine «trockene Materie». Die beteiligten Gemeinden müssten jedoch die neuen Statuten allesamt durch den Souverän absegnen lassen. (mor)

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