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Zweiter Wahlgang um Sitz im Bezirksrat Hinwil nötig

SVP-Kandidatin Ruth Frei hat ihre Konkurrenz klar geschlagen, das absolute Mehr aber verpasst. Das verspricht Spannung für den zweiten Wahlgang im November.

Hinwil. - Die Walder Kantonsrätin Ruth Frei erhielt 7193 Stimmen. Damit distanzierte sie ihre Kantonsratskollegen Gerhard Fischer (EVP, Bäretswil, 4711 Stimmen) und Karin Maeder (SP, Rüti, 4258) deutlich. Ihr fehlten aber auch 1113 Stimmen zum absoluten Mehr von 8306. Auf Marian Danowski entfielen 353 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 37,2 Prozent.

Auffallend am Wahlresultat ist, dass mehr als ein Fünftel (4480) der abgegebenen 21 095 Wahlzettel ungültig war. Die Wahlberechtigten mussten aus einem perforierten Bogen mit sechs verschiedenen Zetteln einen auswählen. Auf vier standen die Namen der offiziellen Kandidaten, der fünfte war leer, und auf dem sechsten war die Wahlanleitung abgedruckt. Offenbar führte dies bei der brieflichen Stimmabgabe zu Verwirrung. An den Urnen wurden die Wählenden hingegen darauf hingewiesen, dass sie nur einen der fünf möglichen Zettel einwerfen durften.

Ruth Frei zeigte sich gestern zufrieden mit ihrem Resultat. Sie habe zwar leise gehofft, aber nicht damit rechnen können, dass sie bereits im ersten Wahlgang gewählt wird. Zum Wahlkampf meinte sie: «Ich und meine Partei haben alles gegeben - auch finanziell.» Selbst mit einem noch grösseren Aufwand wären die fehlenden Stimmen wohl nicht zu holen gewesen. Frei weiss, dass sie im Hinblick auf den zweiten Wahlgang am 29. November «einen zweiten Effort leisten muss». Wie gross dieser sein muss, entscheiden ihre Wahlgegner Gerhard Fischer und Karin Maeder sowie deren Parteien EVP und SP. Können sich die Parteien auf eine Kandidatur einigen, könnte es für Frei knapp werden. Zusammen holten Fischer und Maeder fast 9000 Stimmen.

Gerhard Fischer liess gestern offen, ob er nochmals antreten wird. Mit seinem Resultat müsse er zufrieden sein. Immerhin hat er Karin Maeder um 453 Stimmen hinter sich gelassen - trotz geringerem Wählerpotenzial seiner Partei und der ihn unterstützenden EDU und GLP. Maeder sagte, sie sei «froh», dass es zu einem zweiten Wahlgang gereicht habe. Ob sie nochmals antritt, liess sie offen. Maeder wie Fischer kündigten an, sie würden das weitere Vorgehen bald besprechen. (was)

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