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Kommentar zur Zürcher ImpfkampagneZürichs verbockter Impfstart rächt sich

Es läuft im Kanton noch nicht rund beim Impfen – aber auch nicht so schlecht, wie viele aufgrund der schlechten Erfahrungen meinen.

Im Impfzentrum am Hirschengraben in Zürich wird eine Impfung vorbereitet.
Im Impfzentrum am Hirschengraben in Zürich wird eine Impfung vorbereitet.
Foto: Samuel Schalch

Der Kanton Zürich läuft Gefahr, in einer kritischen Phase der Pandemie auf die Rolle des Impf-Versagers festgeschrieben zu werden. Daran ist er zwar nicht schuldlos, aber gerecht ist es auch nicht. Vor allem hilft es den vielen Risikopersonen nicht, die vergeblich auf eine Impfung warten – im Gegenteil. Wenn sie entgegen den Fakten den Eindruck vermittelt bekommen, ihre Regierung sei notorisch unwillens und unfähig, steigert das nur Frust und Verunsicherung. Was sind also die Fakten?

Der Kanton Zürich hat den Auftakt zur Impfkampagne kapital verbockt, mit einem unwürdigen Wettrennen inklusive Systemabsturz. Und danach hat er überhastet neue Termine angekündigt, die er nicht einhalten konnte. Dieses Menetekel hängt ihm zu Recht an. Es sorgt aber dafür, dass jeder weitere Schritt verzerrt wahrgenommen wird.

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