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Krise auf dem ZürichseeZürichsee-Gastro reduziert Essensangebot und streicht Stellen

Wer bestimmte Schiffsreisen auf dem Zürichsee unternimmt, muss ab heute sein Essen selbst mitbringen. Zudem baut das Unternehmen Stellen ab.

Ab jetzt heisst es auf gewissen Schiffslinien: Essen selbst mitbringen.
Ab jetzt heisst es auf gewissen Schiffslinien: Essen selbst mitbringen.
Foto: Urs Jaudas

Zürichsee-Gastro muss aufgrund der Corona-Pandemie den Gürtel enger schnallen. Mit Folgen für die Schiffspassagiere auf dem Zürichsee: Ab heute Montag, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung, gebe es auf bestimmten Schiffsrouten kein gastronomisches Angebot mehr, abgesehen von einzelnen Snacks und Getränken.

Betroffen sind unter anderem zwei grosse Seerundfahrten ab Zürich: jene mit den Abfahrtszeiten um 10.15 Uhr und 15.15 Uhr. Auch ab Rapperswil verkehren ab sofort mehrere Schiffe ohne gastronomisches Angebot. «Da die Passagierzahlen und damit auch der Gastro-Konsum stark eingebrochen sind, haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, auf den umsatzschwachen Rundfahrten keine Bewirtung mehr anzubieten», sagt Roland Thalmann, Geschäftsführer der R.T. Gastro AG und Pächter der Zürichsee-Gastro.

Gemäss Medienmitteilung hat das Gastrounternehmen bis Ende August insgesamt nur 69’000 Konsumationen verzeichnet – das seien 90’000 weniger als im selben Zeitraum 2019. Das hat auch firmenintern weitreichende Konsequenzen: Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen komme es bei der Zürichsee-Gastro zu einem Abbau von zwölf Stellen.

Keine Masken auf Erlebnisfahrten

Alle weiteren Kursfahrten sowie sämtliche Erlebnisschiffe würden wie üblich bedient. Wie lange die neue Regelung gelte, hänge entscheidend von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab, heisst es in der Mitteilung. Mit Inkrafttreten des Winterfahrplans am 19. Oktober würde nur noch die grosse Seerundfahrt mit Abfahrt um 11.15 Uhr ohne gastronomisches Angebot fahren.

«Wir hoffen, dass die Situation nur vorübergehend ist und die Zürichsee-Gastro bald wieder den gewohnten Service anbieten kann», sagt Roman Knecht, Direktor der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft. Er appelliere gerade jetzt an die Solidarität der Fahrgäste und hoffe, dass viele Passagiere die schönen Herbsttage für eine Schifffahrt auf dem Zürichsee nutzen würden. Knecht weist zudem darauf hin, dass Gäste, die auf dem Schiff etwas essen oder trinken, den Mundschutz abnehmen könnten. Die Erlebnisschiffe seien sogar gänzlich von der Maskenpflicht befreit, da hier das Schutzkonzept der Gastronomiebranche gilt.

mrs