Knobeln mit Frankenstein – das Monster-Quiz

Der Untote wird 200 Jahre alt: Zum runden Geburtstag gibt es in Zürich eine Ausstellung – und von uns 14 Fragen. Testen Sie Ihr Wissen.

Er prägt das «Frankenstein»-Bild bis heute: Boris Karloff in der Rolle von Mary Shelleys Romanfigur.

Er prägt das «Frankenstein»-Bild bis heute: Boris Karloff in der Rolle von Mary Shelleys Romanfigur. Bild: Imago

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Die flache Stirn, die Schraube im Hals, angenähte Extremitäten: Um die von Mary Shelley erfundene Kreatur, die durch einen Blitzschlag zum Leben erweckt wurde, ranken sich zahlreiche Mythen. Und auch die Entstehungsgeschichte des Romans «Frankenstein» ist erzählenswert, fand das Literaturmuseum Strauhof und widmet sich zum 200-Jahre-Jubiläum Shelleys Leben, dem Erbe des Romans und seiner Aktualität heute (siehe Box).

Sicherlich haben Sie schon von der Kreatur gehört, vielleicht den Roman gelesen oder einen Film gesehen. Doch wie viel wissen Sie wirklich über das Monster, das heute eine Ikone der Popkultur ist? Wo entstand etwa Mary Shelleys Roman? Hatte das Monster eigentlich eine Frau? Und woher stammt der Ausruf «It's alive!»?

Testen Sie Ihr «Frankenstein»-Wissen!

Nicht nur früher, sondern auch heute relevant

Das Monster aus «Frankenstein» scheint auch so etwas wie die Muse aller zu sein. Robert De Niro, John Lennon oder Andy Warhol: Frankenstein hat viele inspiriert und in allen Genres der Popkultur Spuren hinterlassen.

Film

204 Filme listet IMDb unter dem Schlagwort Frankenstein. Der Bekannteste ist «Frankenstein» aus dem Jahr 1931 mit Boris Karloff in der Gruselrolle. Sieben weitere Filme realisierte das Universal-Studio damals. Ein Gegenentwurf zu Karloffs Version war 1994 Robert De Niros Verkörperung der Kreatur in «Mary Shelley’s Frankenstein». Die niedlichste Variante hat 2012 Tim Burton geschaffen: Im Animationsfilm «Frankenweenie» belebt ein kleiner Junge seinen toten Hund erfolgreich wieder.

Das Monster ist für einmal kein Mensch, sondern ein Hund (und gar nicht böse): Trailer zu «Frankenweenie» von Tim Burton. Video: YouTube/Walt Disney Studios

Musik

Lenny Kravitz («Frankenstein»), Ice Cube («Dr. Frankenstein») oder Alice Cooper («Feed My Frankenstein») haben Shelleys Monster eigene Songs gewidmet. Freddie Mercury hat es in «Bicycle Race» und Rob Stewart in «Let Me Be Your Car» besungen. John Lennon wurde im Musikvideos des Beatles-Songs «Yellow Submarine» selbst zur flachstirnigen Kreatur. Und die US-Band Aerosmith hat sich von einer Szene aus Mel Brooks’ Filmparodie «Young Frankenstein» zum Lied «Walk This Way» inspirieren lassen.

Singt über die Liebe und darüber, dass er sich wie Frankensteins Kreatur fühlt: Lenny Kravitz' Lied «Frankenstein». Video: YouTube/Lenny Kravitz

Bühne

Obwohl der Roman nicht zu den beliebtesten Theaterstoffen gehört, wurde er immer wieder für die Bühne adaptiert. Zu den bekanntesten Adaptionen zählen Kornél Mundruczós «The Frankenstein-Project», das er später im Film «Tender Son» weiterentwickelte, und Danny Boyles «Frankenstein» am Royal National Theatre in London mit Benedict Cumberbatch als Kreatur. In der Schweiz waren Adaptionen in Basel, Winterthur und Zürich zu sehen – Anfang 2019 wird Stefan Pucher den Roman auf die Bühne des Schauspielhauses bringen.

Benedict Cumberbatch in der Rolle der Kreatur und des Wissenschaftlers: «Frankenstein», inszeniert von Oscar-Gewinner Danny Boyle in London. Video: YouTube/National Theatre Discover

Kunst

Die Verbindung von Mensch und Maschine beschäftigt auch bildende Künstler: Vik Muniz hat Shelleys Monster mit Kaviar («Caviar Monsters») nachgebildet, Karen Kilimnik malte 2001 die Autorin («Mary Shelley Writing Frankenstein») und Paolo Chiasera wurde für die Ausstellung «Frankenstein» in Berlin selbst zum Forscher, in dem er in Porträts Leute aus der Galerienszene verschmelzen liess. Auch der Pop-Art-Begründer Andy Warhol hat sich mit der Figur mit der Schraube im Hals befasst, allerdings nicht in seinen berühmten Siebdrucken, sondern in zwei Horrorfilmen, die er produzierte.

Achtung blutig: Andy Warhols «Frankenstein». Video: YouTube/Adrian Katterfelto

Strauhof
Augustinergasse 9
Vernissage: Do 18.30 Uhr, Kirche St. Peter, ab 19.15 Uhr im Strauhof
Di–Fr 12–18 Uhr, Do 12–22 Uhr, Sa / So 11–17 Uhr
Bis 13.1.2019
www.strauhof.ch

(Züritipp)

Erstellt: 04.10.2018, 18:55 Uhr

Zur Ausstellung

«Frankenstein. Von Mary Shelley zum Silicon Valley» spannt anlässlich des 200-Jahre-Jubiläums des Romanklassikers den Bogen ins Heute: Neben der Lebensgeschichte Shelleys und dem kulturellen Erbe ihres Werks wurden für einen dritten Teil Chatbot-Autorinnen, Neurowissenschaftler und Programmierer aus dem Silicon Valley zum Thema künstliche Intelligenz befragt.

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