Warum Sie dieses New Yorker Tanztheater sehen müssen

Von Ballett bis Hip-Hop: Alvin Ailey hat den Modern Dance revolutioniert. Fünf Argumente, warum es sich lohnt, dieses Ensemble in Zürich zu sehen.

Bei Alvin Ailey tanzen nur die besten Tänzerinnen und Tänzer.

Bei Alvin Ailey tanzen nur die besten Tänzerinnen und Tänzer. Bild: Nicole Seiler

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1) Die Tanzstile
Klassisches Ballett allein war einmal, beim Alvin Ailey – American Dance Theater beherrschen die Tänzer­innen und Tänzer verschiedene Stile in Perfektion: ob Jazz, Horton, Westafrican, Stepptanz oder Hip-Hop. Das Repertoire der Compagnie umfasst über 250 Choreografien und ist technisch so anspruchsvoll, dass es nur Weltklasse­tänzer zeigen können. Ausgebildet werden diese in der Ailey School in New York.

Bild: Linda Celeste Sims


2) Die Choreografen
Alvin Ailey gründete die Compagnie 1958, weil afroamerikanische Tänzer im etablierten Kulturbetrieb keinen Platz hatten. Ein schwarzer Tänzer, der einen Prinzen darstellte? Unmöglich! Auch «Members Don’t Get Weary», das neue Stück von Jamar Roberts, der seit vielen Jahren für Alvin Ailey tanzt, knüpft dort an. Er antwortet damit auf die soziale Situation in Amerika und spielt lustvoll mit der Redensart «den Blues haben».

Bild: P. Kolnik


3) Die Musik
Das Ensemble tanzt sich durch das ganze Spektrum der Emotionen. Zu Gospel, Blues, Jazz, Hip-Hop, Funk oder Liveaufnahmen von Ella Fitzgerald zeigt es seine rhythmische Virtuosität.

Bild: P. Kolnik


4) Die Bilder
Wer zu diesem Ensemble gehört, ist nicht nur ein Tänzer, sondern auch Botschafter der Grundidee «Dance is for everybody». Alvin Ailey zeigt sowohl ethnische als auch spirituelle Themen in eindrücklichen Bildern: farbenfrohe Kostüme, überdimensionale Hüte und starke Lichteffekte. Vor allem aber fesselt die Dynamik: präzise und doch lyrisch.

Bild W. Browne


5) Das Meisterwerk
Erinnerungen an die Kindheit im Süden der USA, an Baumwollpflücker in weissen Gewändern und baptistische Gottesdienste: Alvin Aileys Schlüsselstück «Revelations» thematisiert den Weg aus der Sklaverei. Seit fast 60 Jahren begeistert es weltweit das Publikum. Bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 1968 war es zu Gast und mehrmals auch im Weissen Haus. Ein Klassiker in der Welt des modernen Tanzes. Und in Zürich zu sehen.

Bild: Andrew Eccles


Di / Mi — 19.30 Uhr
Theater 11
Thurgauerstr. 7
Eintritt 58–138 Franken Bis 30.9.
www.musical.ch

(Züritipp)

Erstellt: 19.09.2018, 18:18 Uhr

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