Das Bett aus der Hölle

«Harmonie» ist eine bitterböse Komödie von Katja Früh und Patrick Frey – über ein Möbel als Beziehungskiller.

Nicht das Kind rechts, sondern das Bett hinten bringt dieses Paar an den Rand.

Nicht das Kind rechts, sondern das Bett hinten bringt dieses Paar an den Rand. Bild: Michelle Ettlin

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Man stelle es sich einmal vor: Der Lieblingsmensch bringt einen, inklusive der beiden Kinder, an einem Samstag ins Möbelhaus, um ein Bett auszusuchen. Klingt schlimm? Es geht noch schlimmer. Im Falle von Simone und Stefan hat Letzterer das 4540 Franken teure Stahlrohrungetüm namens «Harmonie», das er seiner Frau im Möbelhaus zeigt, nämlich schon gekauft. Blöd nur, dass Simone das Bett scheusslich findet und auch sonst noch so einiges im Argen liegt zwischen den beiden.

Da gab es zum Beispiel diese romantische Reise nach Paris, die nun bei genauerer Betrachtung eigentlich schrecklich war. Worauf eine Paartherapie mit verordnetem Seitensprung folgte, der, wie sich im Angesicht das Stahlrohrmonsters herausstellt, für Stefan in der Fantasie super war, für Simone auch in der Realität.

Im Jahr 2001 wurde das Stück von Katja Früh und Patrick Frey schon einmal aufgeführt, aber nicht lang, weil nach 09/11 niemandem mehr nach Lachen war. Jetzt wurde es überarbeitet und mit Pit Arne Pietz und Lisa Bärenbold neu inszeniert. Zwar geht es auf der Welt aktuell auch nicht eben rosig zu, aber eine gut gemachte Komödie wie «Harmonie – Eine Bettgeschichte für zwei Personen» kann immerhin für den Moment gute Laune verbreiten.

Miller's, bis 19.9. (Zueritipp)

Erstellt: 06.09.2017, 16:48 Uhr

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