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Bewegtes Leben

Die grosse Schauspielerin Hannelore Hoger erzählt ihre Geschichte. Diskret, aber ehrlich.

Diese Frau heisst nicht Bella Block, sondern Hannelore Hoger.
Diese Frau heisst nicht Bella Block, sondern Hannelore Hoger.

Hannelore Hoger hat diese warme, raue Stimme, die andere Menschen neidisch macht. Wenn sie spricht, schwingt immer etwas Verruchtes mit. Es klingt, als wolle diese Stimme sagen: «Schaut, ich trinke und rauche und lebe, wies mir gefällt.» Dabei begann das Leben der deutschen Schauspielerin wenig glamourös.

Gerade ein Jahr alt, lag Hoger 1943 mit einer Blutvergiftung mehrere Monate lang im Krankenhaus, während draussen die Bomben fielen. Als sie mit 17 an einer Schauspielschule aufgenommen wurde, musste sie sich diese mit Gelegenheitsjobs finanzieren; eine ungeheizte Dachkammer war ihr Zuhause. Als sie mit 18 Jahren ihre Tochter Nina unehelich zur Welt brachte, machte man ihr in Theaterkreisen das Leben schwer.

Davon erzählt Hoger in ihrer Autobiografie «Ohne Liebe trauern die Sterne», die Hoger, wie sie sagt, eigentlich eher habe schreiben sollen als wollen. Auch deswegen sind es sehr diskrete Memoiren geworden.

Heute ist die 74-Jährige eine der grössten Schauspielerinnen Deutschlands. Auf der Leinwand und auf der Bühne. Auch wenn sie ein breiteres Publikum vor allem in ihrer Rolle als TV-Kommissarin «Bella Block» kennen dürfte, hat Hoger auch ein kleines Stück Schweizer Geschichte miterzählt: als Grossmutter in der ?aktuellen «Heidi»-Verfilmung von Alain Gsponer.

Montag, 20 Uhr, Kaufleuten Moderation: Martin Ebel

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