Das Comeback von Jim Morrison

Diese Show lässt die Hits der grossen Musikerinnen und Musiker aufleben, die mit 27 Jahren verstorben sind.

Auch Jim Morrison steht für dieses Musical wieder auf der Konzertbühne.

Auch Jim Morrison steht für dieses Musical wieder auf der Konzertbühne.

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Es war die perfekte Story für einen «Bravo» lesenden Teenager in den ausklingenden Achtzigerjahren. In einer bunt aufgemachten Geschichte war darin von einer Gruppe bekannter Musiker die Rede, die unabhängig voneinander mit nur 27 Jahren verstorben waren. Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Brian Jones, alle tot im gleichen Alter. Später stiessen dann bekanntermassen auch noch Kurt Cobain und Amy Winehouse zum Club. «Live fast, die young» hiess der Slogan, der über dem Text stand und im jugendlichen Hirn Unmengen an Fragen aufwarf und Verschwörungstheorien befeuerte: Hängen diese Tode zusammen? Wenn ja, wie? Und warum genau diese mysteriöse 27?

Exakt diese Fragen liegen nun auch dem Musical «The 27 Club» zugrunde. Und sie sind ganz offensichtlich nicht nur für Jugendliche bedeutend, sondern auch für Erwachsene. Das zeigt der durchschlagende Erfolg des Stücks des britischen Regisseurs Toby Goughs («Mercy Madonna of Malawi», «The African Julius Caesar»), das seit 2013 mit Unterbrüchen im St.-Pauli-Theater an der Reeperbahn läuft.

Doch ist dieser Erfolg natürlich nicht alleine dem mysteriösen Unterton geschuldet, der von der Gastgeberin auf der Bühne fortwährend beschworen wird und gleichzeitig als roter Faden in diesen Abend eingewoben ist – und der genauer betrachtet natürlich jegliches Mysteriöse verliert. Das spielt aber keine Rolle, denn das Mitreissende an «The 27 Club» sind vor allem diese Lieder, die von einer sechsköpfigen Band live eingespielt und von den fünf Sängerinnen und Sängern, die gleichzeitig noch schauspielen und den Originalen verblüffend ähneln, live gesungen werden. Und deren Qualität natürlich unbestreitbar zutage tritt.

Es sind so unzerstörbare Songs wie «Foxy Lady», «Sympathy for the Devil» oder «Smells Like Teen Spirit», die beim nicht selten etwas angegrauten, teils aber auch sehr jungen Publikum immer wieder spontanes Applaudieren und gellendes Jauchzen hervorrufen. Manchmal stehen die Zuschauer im Saal auch von ihren Sitzen auf. Es wird bald deutlich: Dieses Spektakel ist lebendig, bunt und unterhaltsam zugleich. Und damit einer «Bravo» nicht unähnlich.

Bis am 11. März in der Maag Halle.

Erstellt: 21.02.2018, 16:01 Uhr

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