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Die ehrenamtliche sexuelle Inklusionshelferin

Die Hamburger Comedienne Helene Bockhorst überzeugt mit wilden Texten, in denen Männer nur selten vorkommen.

Helene Bockhorst ist nicht so harmlos, wie sie aussieht.
Helene Bockhorst ist nicht so harmlos, wie sie aussieht.

Sie trägt Brille und besitzt eine grosse Auswahl an Glitzerleggings. Ihre Outfits schreien oben Mädcheninternat und unten Studio 54. Und ein bisschen sind so auch ihre Texte: Sie fangen harmlos an und gehen schön wild weiter. Helene Bockhorst wurde in Hamburg geboren und machte sich einen Namen als Poetry-Slammerin. Seit neustem ist sie auch Stand-up-Comedienne. Was unter anderem dazu führt, dass sie ihrem Publikum erklärt, es gebe neben Stand-up auch horizontale

Comedy. Vorwiegend habe sie die mit begattungswütigen Männern erlebt. Bockhorst macht sich selbst zum Thema und deswegen nicht nur, aber auch Sex: ihre Tätigkeit als «ehrenamtliche sexuelle Inklusionshelferin» und ­Onlinedating. Oder Ratgeber, die Frauen empfehlen, beim Date wie nebenbei am Flaschenhals zu lutschen.

Die 31-Jährige gehört zur Generation von Komikerinnen, die auf der Bühne kein Blatt vor den Mund nehmen. Und deren böse Texte von einer Lebenswelt erzählen, in der Männer nur selten vorkommen. Ausser man hat sich wieder mal einen im Internet «bestellt». Dann erzählt Bockhorst von der Zwickmühle, in der sie steckt, wenn der in natura nicht so aussieht wie auf den Bildern, aber sich ja extra für sie ein teures Busticket gekauft hat: Tja, dann müsse sie halt mit dem Typen schlafen.

So — 20 Uhr Miller’s Seefeldstr. 225 Eintritt 25 Frankenwww.millers-studio.ch

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