Roxy goes Tanzhaus

Bufo Makmal zeigt mit «Wishbone» ein ungewöhnliches Stück mit kleinen Gesten und minimalistischen Klängen.

Die Tänzerinnen von Bufo Makmal beschäftigen sich mit Bewegungsroutinen.

Die Tänzerinnen von Bufo Makmal beschäftigen sich mit Bewegungsroutinen.

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Wer am Ende den längeren Teil in den Händen hält, darf sich etwas wünschen: Der Wishbone ist das Knöchelchen eines Vogels, das nie genau in der Mitte bricht und traditionellerweise nach dem Truthahnessen zum Einsatz kommt. «Wishbone» heisst auch das Stück des Kollektivs Bufo Makmal. Denn am Anfang war der Wunsch der drei Tänzerinnen, ein Stück zu kreieren, und zwar aus dem, was uns «in den Knochen steckt». Nicht die grossen Gesten, sondern gewohnheitsmässige Bewegungen bilden die Basis für die dritte abendfüllende Produktion der jungen Basler Compagnie. «Es geht darum, das, was wir Tänzerinnen bereits in uns tragen, als eigenständige Komposition zu verstehen, nicht ständig nach Originellerem zu suchen», sagt Margarita Kennedy. Zusammen mit Clea Onori und Rosie Terry Toogood hat sie «Wishbone» entwickelt. Es ist ein Stück, das primär auf kleine Gesten fokussiert, unterlegt von einem minimalistischen Klangteppich, der dezent ausgerollt wird und fast unmerklich wieder verschwindet.

Im Rahmen des Austauschprogramms Roxy goes Tanzhaus und umgekehrt ist «Wishbone» nun in Zürich zu sehen. Ebenso wie «Strano»: Alessandro Schiatarella wird eine Woche später, am 22. und 23. Februar, ein Stück zeigen, das sich mit der Definition von Normalität beschäftigt. Dazu setzt er mehr und weniger behinderte Körper den Blicken des Publikums aus und kreiert ­zugleich einen Raum, in dem das Anderssein neue ­Perspektiven eröffnen könnte.

Eintritt 15/10 Franken (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.02.2018, 18:51 Uhr

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