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Die Mitreissende

Aktuell ist Lena Schwarz in «Frankenstein» zu sehen. Wer ist die begeisterungsfähige Deutsche, die am Schauspielhaus schon so oft überzeugte?

Lena Schwarz als Elisabeth Lavenza, die sich später der Kreatur (Robert Hunger-Bühler) nähert.
Lena Schwarz als Elisabeth Lavenza, die sich später der Kreatur (Robert Hunger-Bühler) nähert.
Tanja Dorendorf/T+T Fotografie

Ob es um die Schweizer Berge geht, die Seen der Umgebung oder die Regisseure, mit denen Lena Schwarz bereits zusammengearbeitet hat: Die Begeisterungsfähigkeit der 42-Jährigen ist ansteckend. Bei unserem Telefonat spricht sie über ihre Rollen und das Schauspielhaus, wo sie seit über fünf Jahren zum Ensemble gehört, sie reflektiert über ihre Wahlheimat Zürich und über das Leben. «Wir sollten immer hungrig bleiben, das ist wichtig», sagt sie.

Dieser Hunger ist auch auf der Bühne spürbar. Ob als Blanche in Tennessee Williams’ «Endstation Sehnsucht», als Isabella in «Mass für Mass» oder als Hekabe in «Beute Frauen Krieg»: Die Kritiker hierzulande wie auch zuvor in Deutschland, wo die gebürtige Stuttgarterin in München, Bochum, Köln, Hamburg und Frankfurt spielte, sind sich bezüglich Schwarz’ Leistung einig und beschreiben ihre Auftritte gern mit Superlativen.

Nach Zürich verschlagen hat es sie mit ihrer Familie vor etwa sechs Jahren, als Lena Schwarz erstmals am Schauspielhaus gastierte. Sie spielte in «Elektra» unter der Regie von ­Karin Henkel, mit der die Schauspielerin «eine tiefe Arbeitsliebe» verbindet. Es war eine ­Inszenierung, die für Schwarz bis heute eine besondere Bedeutung hat.

«Das Schöne, aber gleichzeitig Seltsame und Grausame an meinem Beruf ist, dass wir mit allem, was wir tun, mit der Vergänglichkeit konfrontiert sind.»

Lena Schwarz, Schauspielerin

Natürlich gebe es noch andere Arbeiten, die für sie wichtig seien. Aber so intensiv sie die Figuren jeweils begleiten, Schwarz lässt sie auch wieder los. «Das Schöne, aber gleichzeitig Seltsame und Grausame an meinem Beruf ist, dass wir mit allem, was wir tun, mit der Vergänglichkeit konfrontiert sind. Manchmal beginne ich, mich damit anzufreunden, dann wieder ist es schwer auszuhalten», sagt Schwarz.

Für die Adaption von Mary Shelleys «Frankenstein» taucht Lena Schwarz nun in für sie unbekannte Welten ein. Denn sie war weder eine Science-Fiction-Kennerin, noch hatte sie zuvor den Roman gelesen: «Als ich mich aber in das Buch und in Literatur über künstliche Intelligenz eingelesen habe, fand ich das auf einmal extrem spannend.»

Und dann erzählt Lena Schwarz mit dieser grossen, ansteckenden Begeisterung nicht nur davon, was sie gelesen hat, sondern welche Gedanken sie sich dazu machte: «Es ist schon unglaublich, was heute alles möglich ist und dass wir mitten in ­Entwicklungen sind, ohne zu ahnen, wohin das gehen könnte.»

Ab Do 10.1. — 20 Uhr Schauspielhaus Pfauen, Rämistr. 34 Eintritt 10–123 Franken Bis 2.3.www.schauspielhaus.ch

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