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Die spannendsten Lesungen im Dezember

Es sind Stimmen, die man so schnell nicht vergisst: Geschichten aus Utah, New York oder Österreich.

Liest in der Galerie Hauser & Wirth Texte der Künstlerin Maria Lassnig: Birgit Minichmayr.
Liest in der Galerie Hauser & Wirth Texte der Künstlerin Maria Lassnig: Birgit Minichmayr.
Thomas Dashuber/zvg

Peter Stamm

So sehr die Welt eine sanfte Gleichgültigkeit in sich hat – die Festtage machen die Menschen recht kirre. «Weihnachten ist der traurigste Tag des Jahres», schreibt Peter Stamm in seinem neuen Buch «Marcia aus Vermont», das eben auch eine Weihnachtsgeschichte ist. Der Erzähler fügt bei: «Und ich bin gerade etwas knapp bei Kasse und wollte nicht auch noch hungrig ins Bett gehen.» Was ist geschehen? Eine Frau hat in New York einen Mann in der Weihnachtsnacht angesprochen, er hat ihr Feuer gegeben, sie hat um 20 Dollar gebeten. Von diesem Moment an sind ganz viele Geschichten in dieser Geschichte möglich: Mann und Frau können hier den Weg zusammen weitergehen – oder auch nicht. Und dann später darüber nachdenken, was hätte geschehen können – oder auch nicht. Eine richtige Stamm-Konstellation. Natürlich mit doppeltem Boden. (bu)

Mo 9.12., 19.30 Uhr, Literaturhaus, Limmatquai 62

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Giuliano Musio

Der Zürcher Laden «Rost und Gold» wird mindestens all denjenigen etwas sagen, welche die zweite Staffel der SRF-Serie «Seitentriebe» geschaut haben. Dort spielt das Geschäft quasi eine Hauptrolle, bietet Platz für Liebesangelegenheiten und dient schliesslich auch als Auftrittsort. Wie im richtigen Leben eben. Jetzt präsentiert dort nämlich der 32-jährige Schweizer Autor Giuliano Musio seinen neuen Roman «Wirbellos». Darin liegt Bern plötzlich am Meer, und die Hauptfigur namens Martin Schwammer kann besser lügen als irgendjemand anders. Dafür plagen ihn Schuldgefühle und Träume von Tieren ohne Rückgrat. (ish)

Do 12.12., 19.30 Uhr, Rost und Gold, Uetlibergstr. 15

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Weihnachtsbücher

Richtig gute Bücher zu verschenken, ist immer eine Option. Im Literaturhaus will man dafür sorgen, dass Sie nicht danebengreifen. Hier schon zwei Tipps vorab: Leiterin Gesa Schneider empfiehlt «An Nachteule von Sternhai» von Holly Goldberg Sloan und Meg Wolitzer. Es geht um Brett und Avery, die alles tun, damit ihre Väter zusammenbleiben. Um zwei Mädchen gehts auch in «Das Eis-Schloss». Der neu übersetzte Roman von 1963 erzählt poetisch und unmittelbar von der Freundschaft und ist die Empfehlung von Literaturhaus-Mitarbeiterin Isabelle Vonlanthen. (ish)

Do 19.12., 19.30 Uhr, Literaturhaus, Limmatquai 62

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Vergangene Lesungen:

Maria Lassnig

Vielleicht hätte die österreichische Künstlerin Maria Lassnig selbst aus ihren persönlichen und sehr poetischen Texten gelesen, wäre sie noch am Leben. Jetzt übernimmt das ihre Landsfrau Birgit Minichmayr. Die ist nicht nur eine begnadete Schauspielerin, sondern hat auch eine Stimme, die man – einmal gehört – so schnell nicht vergisst. Mit dieser ihr ganz eigenen Heiserkeit wird sie Lassnigs Essays und Tagebucheinträge zum Klingen bringen; im Rahmen der Ausstellung «Maria Lassnig – Zarter Mittelpunkt / Delicate Centre», die noch bis 19. Dezember bei Hauser&Wirth zu sehen ist. (ish)

Mi 4.12., 18.30 Uhr, Hauser?&?Wirth, Limmatstr. 270

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