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Er will nur helfen

Der Kabarettist Timo Wopp jongliert mit Worten wie kaum ein anderer und sagt dabei viel Kluges.

Er war schon Jongleur beim Cirque du Soleil und Berater, jetzt macht er Konsenskabarett: Timo Wopp.
Er war schon Jongleur beim Cirque du Soleil und Berater, jetzt macht er Konsenskabarett: Timo Wopp.

Sympathisch ist anders. Dabei meint es Timo Wopp nur gut mit seinem Publikum. Er will es coachen, motivieren, zum Beispiel in Sachen soziale Gerechtigkeit: «Es tut doch viel doller weh, wenn eine Schere immer weiter zusammengeht.» Dem deutschen Kabarettisten und scheinbaren Zyniker muss man gut zuhören, damit sich die ganze Schärfe seiner Worte entfaltet. Tut mans, kanns schon mal unangenehm brennen.

Wopps Vita liest sich, als hätte sie einer erfunden. Der Wahlberliner machte 2005 seinen Abschluss in BWL und begann danach als Berater zu arbeiten. Kurz darauf pausierte er für ein Jahr: Weil Wopp auch prima mit Bällen und Keulen umgehen kann, holte ihn der Cirque du Soleil als ersten deutschen Jongleur nach New York. Seit 2010 gibt der heute 42-Jährige den Berater auf der Kabarettbühne, der wie kaum ein anderer jonglieren kann – inzwischen auch mit Worten.

Aktuell will Wopp Konsenskabarett machen und alle schonen. Ganz nach dem Motto: «Rassismus oder Integration – es muss doch für beides Platz geben.» Was natürlich nur eine Finte ist. Und so ist auch das neue Programm «Auf der Suche nach dem verlorenen Witz» wieder nur scheinbar zynisch. Schaut das Publikum dann trotzdem mal ungläubig zu seinem Coach auf, erklärt er kurzerhand: «Niveau wirkt nur von unten wie Arroganz.»

Fr 11.1./ Sa 12.1. — 20 Uhr Im Hochhaus Limmatplatz Eintritt 23 / 18 Frankenwww.im-hochhaus.ch

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