Es kommt ein gutes Jahr

Ein Jugendheld, eine Irre, Sex und Rock ’n’ Roll: Worauf wir uns in der zweiten Hälfte der Spielzeit 2018/19 freuen. Eine Auswahl.

Viel und viel Verschiedenes kommt 2019 auf die Zürcher Bühnen.

Viel und viel Verschiedenes kommt 2019 auf die Zürcher Bühnen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Willkommen

Ein WG-Zimmer soll an Flüchtlinge vermietet werden? Und plötzlich sind die sonst so offenen Mitbewohner sich nicht mehr so sicher. Einen der WGler in dieser intelligenten Komödie spielt Reto Stalder. Genau! Der, der zeitgleich eine letzte Staffel lang als rechte Hand von Mike «Der Bestatter» Müller über den Bildschirm flimmert. (aho)

Theater am Hechtplatz
Sa 19.1. bis 24.2.


Lucia di Lammermoor

Am Ende wird Donizettis Lucia irre. Und wie! Weil in dieser Wiederaufnahme die junge und wahnsinnig gute Nina Minasyan die Lucia singen wird. Bei Tränen werden Nastücher helfen. Gegen die Hühnerhaut hilft nichts, die muss man aussitzen. (ish)

Opernhaus
Ab Sa 22.2.


Rocko Schamoni

Der auch im Wortsinn grosse Held und Entertainer meiner Jugend stellt sein neues Buch vor. Es handelt von der Hamburger Kiez-Grösse und Bordellbetreiber Wolli Köhler. (ish)

Kaufleuten
Do 23.5.

So klang Schamoni früher: «Geld ist eine Droge». Video: Youtube/Rocko Schamoni TV


Clowns’ Houses

Nicht nur ich mag Tim Burtons schaurig-schöne Wunderwelten, auch die Macher des Puppenstücks haben sich wohl vom Filmemacher inspirieren lassen. Gut für mich und alle Burton-Fans, die schon immer mal sehen wollten, wie und ob seine Ästhetik auch live funktioniert. (aho)

Theater Stadelhofen
Do 14./Fr 15.3.


Giselle

Die Geschichte des Bauernmädchens, das sich in einen Herzog verliebt, entfachte vor Jahrzehnten meine Liebe für weissen Tüll und klassisches Ballett. Was davon übrig ist? Die Wiederaufnahme wirds zeigen. (ish)

Opernhaus
Ab Do 11.4.

Vor drei Jahren war das Ballett bereits im Opernhaus zu sehen: Trailer zu «Giselle». Video: Youtube/Opernhaus Zürich


A. L. Kennedy

In ihrem Roman «Süsser Ernst» geht es um den frustrierten Staatsdiener Jon, der Liebesbriefe im Auftrag einsamer Frauen schreibt. Auch für die trockene Alkoholikerin Meg. Es ist die zarte Liebesgeschichte zweier gebeutelter Engländer. Zugleich liefert die Schottin A. L. Kennedy eine Analyse der Lage in Grossbritannien. (ish)

Literaturhaus
Mo 1.4.


Justiz

Dürrenmatts Kriminalroman und Schweiz-Kritik in den Händen von Frank Castorf: Der Regisseur hat jetzt mehr Zeit, in Zürich zu inszenieren, ein Lichtblick nach dem noch immer düster nachhallenden Volksbühnen-Ende. (ish)

Schauspielhaus
Im April


Sheila Heti

Sie ist befreundet mit Miranda July? Und als deren kanadische Version könnte man Heti bezeichnen. In ihrem Roman «Mother­hood» reflektiert Heti das Thema Muttersein oder nicht sein. Eine starke Autorin, die endlich nach Zürich kommt. (aho)

Kaufleuten
Mi 20.3.


Geisterspiel

Im Mundartstück von Andri Beyeler und Martin Bieri gehts um Fussball. Interessiert mich eigentlich mässig. Aber es geht eben auch ums Leben. Bleibt nur zu hoffen, dass Regisseur Manuel Bürgin dazu wieder die Nebelmaschine anwirft. Bei wenigen macht das so viel Sinn wie bei ihm. (ish)

Theater Winkelwiese
Sa 19.1. bis Sa 9.2.


Sodeli

Der österreichische Autor Händl Klaus schont sein Publikum nicht: Hart, aber herzlich, auf ihn triffts zu. In «Sodeli» gehts um eine alte Dame und ihren jungen Pfleger und befriedigende Waschungen. Vordergründig. Darunter liegt eine Auseinandersetzung mit der Liebe im Alter. (ish)

Sogar-Theater
Do 24.1. bis Mi 6.2.
Händl Klaus liest vor den Vorstellungen


Eddie Izzard

Ein Rezept gegen schlechte Laune? Izzards unsterblicher Darth-Vader-Bericht aus der «Death Star Canteen» (Youtube). Live ist der schillernste Vertreter der englischen Comedy-Szene unschlagbar. (ish)

Samsung Hall
Sa 13.4.

Rezept gegen schlechte Laune: «Death Star Canteen» von Izzard. Video: Youtube/Eddie Izzard


Das Leben des Vernon Subutex

Virginie Despentes’ viel diskutierte Roman­trilogie über einen ehemals angesagten und nun obdachlosen DJ kommt erstmals auf Deutsch ins Theater. Obs genauso viel Sex und Rock ’n’ Roll wie in den Büchern geben wird? (aho)

Theater Neumarkt Ab Sa 26.1.

Erstellt: 06.01.2019, 07:22 Uhr

Artikel zum Thema

So viel Gutes

Rocko Schamoni ist ein grosser Künstler und ein genialer Entertainer. Mehr...

«Ich bin eine Möchtegern-Lesbe»

Interview Der englische Komiker Eddie Izzard tritt in Zürich auf. Sein Outing als Transgender gab ihm Kraft für 47 Marathonläufe. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Kommentare

Blogs

Mamablog Rassismus im Kindergarten

Sweet Home Designwohnung statt Hotel?

Die Welt in Bildern

Herbstlich gefärbte Weinberge: Winzer arbeiten in Weinstadt, im deutschen Baden-Württemberg. (17. Oktober 2019)
(Bild: Christoph Schmidt/DPA) Mehr...