Ghadhafis Gold

Mit «Die Bank-Räuber» zeigen Beat Schlatter und Stephan Pörtner ihre zweite Mundartkomödie. Darin versucht sich ein Privatbankier als Verbrecher.

Beat Schlatter und Andreas Matti hier in Öl, aber bald schon live auf der Hechtplatz-Bühne.

Beat Schlatter und Andreas Matti hier in Öl, aber bald schon live auf der Hechtplatz-Bühne.

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Der Bankier Caspar Lamm (Beat Schlatter) ist pleite, und an allem ist Rod Stewart schuld. Erst hat sich Lamm als Sponsor eines Musikfestivals verkalkuliert, und jetzt will der «Sailing»-Barde seine Millionengage auch noch in bar. Die Privatbank Lamm & Cie. steht vor dem Aus. Es muss etwas passieren, doch die legalen Möglichkeiten halten sich in Grenzen. Gut, dass im ­Keller der Bank nebenan das legendäre Ghadhafi-Gold lagert. Lamm fasst gemeinsam mit dem mittel­losen Erfinder Eberhard (Andreas Matti) einen so riskanten wie absurden Plan.

«Die Bank-Räuber» ist das zweite Theaterstück von Krimiautor Stephan Pörtner und Schauspieler Beat Schlatter. Das Autorenduo belebte bereits mit «Polizeiruf 117» die Mundartkomödie neu. Es bringt Geschichten auf die Bühne, die, weil hier entwickelt, Bezug nehmen auf die Schweizer Lebenswelt im Allgemeinen und die Zürcher im Speziellen. Ging es in «Polizeiruf 117» um einen hiesigen Gesetzeshüter in Not, dreht sich jetzt alles um einen Banker auf Abwegen.

Stephan Pörtner hat für das Stück intensiv recherchiert. Es gehe nicht primär darum, Klischees zu bedienen, sondern die Figuren ernst zu nehmen. Für Regisseur Pascal Ulli hat die Komödie gar beckettsche Züge: «Es ist die Geschichte zweier älterer, etwas verlorener Männer, die in der modernen Welt wie Dinosaurier umherirren.» Ulli gründete Anfang der 90er-Jahre zusammen mit Igor Bauersima und anderen die freie Off-off Bühne. Die Welt der Komödie ist also eigentlich nicht die seine, trotzdem ergänzt er bereits zum zweiten Mal das Team Schlatter-Pörtner. «Ich inszeniere das Ganze wie ein Drama», sagt Ulli, «denn nur Ernsthaftigkeit im Umgang mit den Figuren generiert am Ende echte Komik.»

Di / Mi, 20 Uhr
Theater am Hechtplatz
www.theaterhechtplatz.ch

Eintritt 39 - 59 Franken
Die Vorstellungen sind Vorpremieren, Premiere ist am 11.1.
(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 03.01.2018, 16:15 Uhr

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