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«Ich will auch mal Geliebte sein»

Sie steht für mehr Diversität auf der Bühne. Thelma Buabeng hat genug vom «Ihr und Wir»: die Welt gehört uns allen.

Für den «Streik» auf der Bühne: Thelma Buabeng.
Für den «Streik» auf der Bühne: Thelma Buabeng.

Schiffbau, Samstagabend, kurz nach sechs. Die «Streik»-Probe ist vorbei, die Schauspielerin Thelma Buabeng kommt ins Foyer. Den ganzen Tag ist sie auf hohen Schuhen gestanden, hat getanzt und auch gesungen. «Wir ­haben uns entschieden, aus einem über 1000-seitigen Buch ein Musical zu machen.»

Der Roman «Atlas Shrugged» von Ayn Rand ist aus dem Jahr 1957. Die Bibel der Right-Wing-Tea-Party-Trump-Silicon-Valley-Leute. Die Philosophie: Jeder hat die Möglichkeit, alles zu erreichen. Und die, die es nicht schaffen, sind selber schuld. «Völlig absurd, diese These», sagt Thelma Buabeng. Denn das Buch ist in einer Zeit geschrieben worden, da gab es Menschen, die durften nicht vorne in den Bus einsteigen. Oder an der Universität studieren. «Die Autorin bastelt hier eine Philosophie zusammen, die hat nichts mit der Realität zu tun.»

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