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Kleine Gereimtheiten mit hohem Wahrheitsgehalt

Im neuen Buch macht sich der Satiriker Thomas Gsella einen Reim auf Leute von heute.

Seine Gedichte sind tiefsinnig und erbaulich: Thomas Gsella.
Seine Gedichte sind tiefsinnig und erbaulich: Thomas Gsella.

Wenn der deutsche Schriftsteller und Satiriker Thomas Gsella sich reim-lyrische Gedanken über Facebook-Gründer Mark Zuckerberg macht, dann klingt das so: «Er wusste schon als Grundschulzwerg: / ‹Ich möchte Blödmann werden.› / Und wurde Blödmann Zuckerberg, / Der grösste Mark auf Erden.»

Seit 2013 lädt Gsella auf der Humorseite des «Stern» regelmässig zur Personenkontrolle. Heisst in Gsellas Worten: Er «vergleicht Äusserungen und Taten grosser Leute mit den Werten des humanistischen Abendlandes». So viel vorab: Die grossen Leute schneiden dabei sehr oft nicht besonders gut ab. Die meisten der im Büchlein «Personenkontrolle» versammelten Gedichte stammen also aus dem «Stern». Manche hat man auch schon im «Magazin» des «Tages-Anzeigers» gesehen, manche in der FAZ, einige aber auch noch nirgendwo.

So vereint in einem Buch, ergibt sich ein guter Überblick darüber, was die Grossen und Kleinen des öffentlichen Lebens zwischen 2013 und 2019 so getrieben haben. Das reicht von Reinhold Messner («Heut zeigt er uns die weisse Welt, / Weil jeder mal zu alt ist, / In Diashows und sagt (für Geld), / Dass Schnee auch dort saukalt ist.») über Sepp Blatter, Putin und diverse Vertreter der AfD bis zum Wolf und seiner Rückkehr in heimische Wälder.

Weil Gsella vielen Gedichten eine kurze Anlassbeschreibung voranstellt, ist das Ganze auch eine lyrische Chronik: kleine Gereimtheiten mit hohem Wahrheitsgehalt und noch höherem Unterhaltungswert.

Mi 27.3. — 20 Uhr Kosmos Lagerstr. 104 Eintritt 25 / 20 Frankenwww.kosmos.ch

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