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Sie macht Lyrik sexy

Wo die Deutsch-Schweizerin Nora Gomringer auftritt, wird Dichtung zum Ereignis.

Gut inszeniert: sich selbst und ihre Texte.
Gut inszeniert: sich selbst und ihre Texte.
Judith Kinitz

Nora Gomringer ist Dichterin. So nennt sie sich selbst. Das Besondere: Ihre Poesie macht Spass, auch dann, wenn sie ernste Themen verhandelt. Vor allem wenn Gomringer ihre Texte live vorträgt. Ihr Auftritte sind weniger Lesungen als Ereignisse. Dann steht sie da und performt, erweckt die Worte mit Liebe zum Leben.

Gomringer, Tochter des Vaters der konkreten Poesie und Schweizers Eugen Gomringer, entdeckte Anfang 20 als Stipendiatin in New York den amerikanischen Poetry­Slam, mischte schon bald die deutsche Spoken-Word-Szene auf und fand schliesslich zur Dichtung.

Wo die gebürtige Fränkin ist, ist Sprache. Das zeigte sich auch beim Bachmann-Preis 2018. Zum ersten Mal amtete sie als Jurorin und trug in drei Tagen sieben «sprechende» Oberteile. Alles begann mit einem «Hallo Mama», einem Gruss an die abwesende Mutter, und endete mit einem die Wettbewerbsteilnehmer(innen) ermutigenden Zitat von Ingeborg Bachmann.

Man könnte bei Gomringers Umtriebigkeit fast vergessen, dass sie seit 2010 hauptberuflich die Bamberger Villa Concordia leitet. Damals hatte man sich im Bayrischen Kulturministerium getraut, eine mutige 30-Jährige zur Chefin des renommierten Künstlerhauses zu machen. Eine, die in jeder freien Minute grosse Lyrik schreibt.

So — 20 Uhr Kaufleuten Pelikanplatz Eintritt 35 / 25 Frankenwww.kaufleuten.ch

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