«So entsteht Poesie»

Der Zürcher Thom Luz ist seit knapp zehn Jahren als Regisseur tätig. Seine neuste Produktion «Girl From The Fog Machine Factory» bezeichnet er selbst als Kulmination seines bisherigen Schaffens.

Vernebelt und unaufgeregt verspricht das neue Stück von Thom Luz zu werden.

Vernebelt und unaufgeregt verspricht das neue Stück von Thom Luz zu werden. Bild: Sandra Then

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Wie ein roter Faden durch Ihr Schaffen zieht sich das Thema des Nebels. Weshalb?
Theaternebel ist mein Lieblingsmaterial, weil er flüchtig ist – wie die Theaterarbeit selbst. Kurzer Zauber, langes Erinnern. Eine Nebelmaschine ist eine Maschine, die eigentlich nichts herstellt – so entsteht Poesie.

Wieso haben Sie sich für eine Nebelmaschinenfabrik als Schauplatz Ihres neuen Stücks entschieden?
Es ist ein Märchen: Eine mittelständische Fabrik, die gegen den Konkurs und das Verschwinden ankämpft. Das ist die Oberfläche, darunter geht es um urmenschliche Dinge wie Verlust, Vergänglichkeit, Erinnerung – und Liebe natürlich.

Und was muss das Publikum noch über «Girl From The Fog Machine Factory» wissen?
Das Stück ist eine Kulmination meiner bisherigen Regiearbeit, mein gesamter Nebelmaschinenpark ist im Einsatz – von der Minimaschine für die Westentasche bis zum Stadionfüller, fast 15 Geräte insgesamt.

Ist es eher Ehre oder Bürde für Sie, dass Sie als Shootingstar der deutschsprachigen Theaterszene gehandelt werden?
Ich freue mich über die Aufmerksamkeit, denke aber nicht weiter darüber nach. Ich fände es aber lustig, wenn ich auch in 40 Jahren noch als Shootingstar gelten könnte.

Wie ist es für Sie, wieder in Ihrer Heimatstadt ein Stück auf die Bühne zu bringen?
Die Gessnerallee ist ein Kraftort für mich. Hier kann man Dinge tun, die sonst nirgendwo möglich sind. Eine Inszenierung hier ist ein Heimkommen, hier habe ich viele prägende Theatermomente erlebt. Ich verdanke der freien Theaterszene Zürich meine Identität als Regisseur.

Do, 20 Uhr (Premiere)
Gessnerallee
Gessnerallee 8, www.gessnerallee.ch
Eintritt 16/32 Franken
Bis 27.5.

(Züritipp)

Erstellt: 16.05.2018, 11:12 Uhr

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