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Vielfältige Körper

Michael Turinsky zeigt, dass sich Tanz und körperliche Einschränkung nicht ausschliessen.

Das Stück «We Bodies» ist eine Beschäftigung mit dem Körper: die Performer Teresa Vittucci, Michael Turinsky und Claire Vivianne Sobottke (v.l.n.r.).
Das Stück «We Bodies» ist eine Beschäftigung mit dem Körper: die Performer Teresa Vittucci, Michael Turinsky und Claire Vivianne Sobottke (v.l.n.r.).

Welches Bild fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie das Wort «tanzen» hören? Eine elegante Primaballerina? Ein cooler Breakdancer? Leidenschaftliche Tangotänzer? Die Welt des Tanzes ist vielfältig – doch kaum kommt einem im ersten Moment ein körperlich beeinträchtigter Tänzer in den Sinn. Doch dass dies sich nicht ausschliesst, beweist Michael Turinsky. Der Wiener leidet seit seiner Geburt an einer Lähmungserkrankung; was ihn aber nie vom Tanzen abhielt. Seit 14 Jahren arbeitet er als Tänzer. Dabei sitzt er auf der Bühne manchmal im Rollstuhl, oft aber bewegt er sich ohne.

Das neuste Stück des 41-Jährigen feiert nun in Zürich Premiere. Gemeinsam mit Teresa Vittucci, die letztes Jahr einen Anerkennungspreis der Stadt Zürich gewann, und der deutsch-französischen Performerin Claire Vivianne Sobottke hat Turinsky «We Bodies» choreografiert. Die drei haben sich mit dem kulturhistorischen Phänomen des Monsters auseinandergesetzt.

Das Monster als vielfältiges, nicht klar definiertes Wesen und der Körper als Projektionsfläche für Merkmale wie Geschlecht, Behinderung oder Hautfarbe – diese Spannungsfelder wollen Turinsky, Vittucci und Sobottke in ihrem Stück untersuchen. Und auch der Titel ist natürlich nicht zufällig, interessiert sich doch gerade Michael Turinsky vor allem für den Körper, den er auf seiner Website «als ‹behindert› markierten Körper» beschreibt.

Di 14.5. (Premiere) bis Mo 20.5. Tanzhaus Wasserwerkstr. 129 Eintritt 15 Frankenwww.tanzhaus-zuerich.ch

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