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«Wir servieren Appenzeller Alpenbitter»

Nicolas Stemann, neuer Co-Intendant am Schauspielhaus, kommt mit seiner Gefahr-Bar nach Zürich.

Bringt seine Gefahr-Bar nach Zürich: Nicolas Stemann.
Bringt seine Gefahr-Bar nach Zürich: Nicolas Stemann.
Reto Oeschger

Es heisst: Hurra! Die Gefahr-Bar kommt nach Zürich! Was müssen wir fürchten?

Sie haben es hier mit Leuten zu tun, die noch keinen blassen Schimmer davon haben, was sie an dem Abend tun. Sebastian Vogel, Thomas Kürstner und ich treffen uns wenige Stunden vor der Vorstellung und be­ginnen dann, ein Programm zu schreiben. Das führen wir am Abend auf. Danach schmeissen wir es weg. Davor bewerfen wir aber noch unser Publikum damit.

Was macht Ihnen selber Freude an dieser Theater-Jam-Session?

Es ist eine grosse Freude, weil das alles gar nichts soll. Noch nicht mal die Welt ­retten oder politisch sein oder so. Es soll auch nicht lustig sein – das ist es aber manchmal trotzdem. Wir streben eine völlige Zweckfreiheit an. Das ist wie fliegen und ab­stürzen gleichzeitig.

An der Schaubühne wurden Wodka, Orangensaft und Rotwein serviert. Ist das auch die Getränkeauswahl für Zürich?

Ja. Ergänzt durch Rivella, Nespresso und Appenzeller Alpenbitter.

«Huldrych Zwingli hat sich angekündigt.»

Nicolas Stemann, Co-Intendant Schauspielhaus

Tritt Heidi Klum wieder auf?

Wir können das nicht steuern, hoffen aber, dass sie nicht extra kommt. Das Motto diesmal ist ja: Protestantische Happenschnapperei, das ist nicht wirklich ihr ­Fachgebiet. Aber Huldrych Zwingli hat sich angekündigt. Und Peter Handke. Mal sehen.

Im Programm sind neben vagen Gedanken und temporären Liedern auch irre Wilhelm- Tell-Frisuren. Sehen die sehr schlimm aus?

Ein bisschen wie Justin Bieber. Vorne lang, hinten kurz. Tell halt. Der ist ja nicht in erster Linie wegen seines Styles ­be­rühmt geworden. Sondern wegen ­Schiller («Die Locke»).

Do 17.10. — 20.30 Uhr Pfauen-Kammer Rämistr. 34 Eintritt 20 Frankenwww.schauspielhaus.ch

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