Ein Albtraum wird wahr

Powerpoint-Karaoke heisst der Improabend, bei dem die Teilnehmer keine Ahnung haben, was als Nächstes kommt – und das ist sehr lustig.

Nein, er hat keinen Plan, wovon er redet: Teilnehmer des Folientangos.

Nein, er hat keinen Plan, wovon er redet: Teilnehmer des Folientangos. Bild: Rahel Krabichler

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Eigentlich ein Albtraum: Man muss eine Powerpoint-Präsentation halten und merkt währenddessen, dass man vom Thema keinen blassen Schimmer hat. Ja, man kennt es noch nicht einmal. Bei jeder neuen Folie immer wieder dasselbe: Null Ahnung. Horror! Oder eben auch sehr lustig. Das finden auf alle Fälle die Veranstalter und Teilnehmer des Powerpoint-Karaoke.

Improvisation ist hier Trumpf. Wer sich selber der Situation stellen möchte, kann sich am Abend spontan anmelden. Und wer den Mut dazu nicht gleich findet, kann sich auch in der Pause noch zu einem Auftritt überreden lassen.

Keine Ahnung von der Präsentation, dafür viel Improvisationstalent: Szenen aus dem Folientango-Finale 2015. Video: YouTube/Folientango

Seit rund fünf Jahren veranstaltet Folientango-Gründer Mike Bucher gemeinsam mit Mattia Bütikofer und Patrick Meade regelmässig Powerpoint-Karaokeabende in Bern und Zürich. Meade hat uns im Vorfeld der Veranstaltung im Sender drei seiner Highlights aus jüngster Zeit verraten.

Nadine aus Zürich
Präsentation: Wölfe in chinesischen Sagen, in Chinesisch

«Im Altersheim Sonnenblick legen wir viel Wert auf die romantische Atmosphäre unserer grauen Wölfe und haben haben deshalb diverse Kuschelhöhlen in der Cafeteria eingerichtet.»

Simon aus Wiedikon
Präsentation: Jakarta Public Transport

«Das Modell des strippenden Busfahrers wurde während Jahren in Jakarta und Umgebung getestet. Und ist nun bereit zur Einführung in der Zürich bereit, der 32er wäre ideal. Was wir jedoch unterschätzt haben, ist, dass die hiesigen Busfahrer massiv mehr Brusthaare haben als in Jakarta. Das birgt natürlich auch Risiken, gerade im Brandschutzbereich.»

Marc-Aurel aus Winterthur
Präsentation: Le béton, in Französisch

«Der beste Ort seine persönliche Drogenkollektion zu verstecken ist ganz klar einbetonieren. Toller Nebeneffekt, die Schwiegermutter kann gleich mitbetoniert werden.»

Mi 20.2. — 20 Uhr
Sender
Kurzgasse 4
Eintritt frei / Kollekte
www.folientango.ch

Erstellt: 14.02.2019, 12:16 Uhr

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