Wo Fitness in Zürich gratis ist

Die Stadt bietet viele Möglichkeiten, sich draussen fit zu halten – ohne Geld. Die grosse Liste.

Ganz in der Balance: eine Sportlerin auf dem Vita-Parcours. Bild: Boris Müller

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Das Fitnessabo? 500 Franken aufwärts. Jenes für die Hallen- und Freibäder? 240 Franken. Die Yoga-Lektion? 30 Franken. Sporttreiben in Zürich kann ins Geld gehen. Muss aber nicht. Bei den meisten Sportarten, die draussen stattfinden, wo keine Raum- oder Platzmieten fällig sind, gibt es kostenlose Angebote.

In Metropolen des englischen Sprachraums haben sich mittlerweile ganze Sportszenen gebildet, deren zentraler Punkt ist, dass sie gratis sind. In vielen US-Städten schwitzen beim November-Project, einem frühmorgendlichen Outdoor-Fitness­training, täglich Hunderte von Sportlern. Auch die Yogaszene kennt solche Be­wegungen. Oder die in England ge­gründete Parkrun-Initiative, wo sich Läufer jedes Wochende in 1400 Pärken in 20 Ländern zu einem 5-Kilometer-Wettlauf treffen.

Schweizer Ableger haben diese Sportbewegungen noch nicht. Doch auch in Zürich gibt es Sporttreffs, in denen Freiwillige für Sportkameraden Trainings gestalten: Die bekanntesten sind die Lauftreffs City Running und Züri rännt, Ersterer existiert bereits seit über 15 Jahren. Auch die Rennvelofahrer und Biker wissen sich mittlerweile zu organisieren, das Internet hilft ihnen dabei. Auf Plattformen wie Meetup oder Strava finden sie zueinander.

Und für alle Individualisten, die sich lieber allein bewegen, bietet die Stadt eine vielseitige Infrastruktur, von den kostenlosen Zugängen zum See und Fluss über Freestyleanlagen bis zu Schachfeldern für jene, die Sport für sich etwas gemächlicher interpretieren. Was bedeuten all diese Angebote für uns? Nur eines: Gehen wir nach draussen – und nutzen sie. (ebi)

Von Laufen bis Schach – die grosse Gratis-Sport-Liste

LauftreffsDiverse Orte und Zeiten
www.cityrunning.ch, www.zueriraennt.ch
Witiker Lauftreff: Do 19 Uhr, GZ Witikon

Die sozialen Läufer halten sich an die bekannten Lauftreffs City Running und Züri rännt, die fast täglich irgendwo in der Gruppe loslaufen. Auch an der städtischen Peripherie wird das Laufen gepflegt, im Witiker Lauftreff. (ebi)

Gemeinsam machts mehr Spass: Sportler im Outdoor-Gym.
Bild: Boris Müller

Krafttraining Allmend Brunau, Hardhof, Irchelpark, Sportanlage Fluntern
www.sportamt.ch/zuerifit

In den USA wird schon lange in «Outdoor Gyms» trainiert. Langsam kommt der Trend auch in Zürich an. Vier Anlagen mit vielen Stangen gibt es mittlerweile, an denen man seine Muskeln fordern kann. Inspiration für Übungen findet man auf den Tafeln vor Ort – oder auf Youtube unter Stichworten wie Calinestetics, Street Workout, oder Bodyweight Training.

MountainbikeSZU-Haltestelle Triemli, Mi 19 Uhr
www.zueritrails.ch

Die Fans der Stollenreifen sind auf den offiziellen Trails am Uetliberg anzutreffen. Zur Verbesserung der Technik ist es jedoch lohnenswert, sich ab und zu auf den Pumptracks der Stadt zu üben, beim Sihlcity wie am Zürichberg. Social Rides führt Züri Trails durch, wo sich auch eine Frauengruppe trifft (Mi 19.15 Uhr), Anmeldung erforderlich. (ebi)

SchwimmenBadi Katzensee, Katzenseestr.
Flussbad Au-Höngg, Werdinsel 2
Rheinbadi Eglisau, Burgstr.
Oberer Letten: Lettensteg 10
Unterer Letten: Wasserwerkstr. 141

In der Region Zürich kann man sich ja grundsätzlich in jedes Gewässer stürzen. Kostenlos ist der Spass, zumindest wenn man den Anspruch einer Infrastruktur hat, allerdings selten. Da loben wir uns den Katzensee, die Werdinsel oder das Rheinbad in Eglisau am Rhein. Der Letten ist zwar nie leer, bietet aber ultimatives Limmatfeeling. (cs)

FreestyleFreestyle-Park, Allmendstr. 10
www.freestyleparkzuerich.ch
Täglich 8–21 Uhr
Kornhausbrücke 9–21 Uhr

Das Skaten ist in der Stadt immer noch vielerorts verboten. Weil es zu viel Lärm macht oder Spuren hinterlässt. Bis zur Besinnungslosigkeit können sich Profis und Beginner im Freestyle- Park beim Sihlcity austoben: Hindernisse, Bowls, Rampen, Rails. Das gilt auch für alle anderen Freestyle-Sportler auf zwei bis vier Rädern. Wers urbaner mag: Die Anlage unter der Kornhausbrücke ist zwar nicht so gross, aber auch nicht ohne. Und ein bisschen roher. (nia)

Im Skatepark hats auch Platz für die Zweiräder: BMX-Fahrer im Skatepark bei der Kornhausbrücke. Bild: Boris Müller

Laufstreckenwww.sportamt.ch/laufstrecken
www.greenmarathon.ch

Zürich hält für seine Läufer ein vielseitiges Angebot bereit. Da wären die sechs ausgeschilderten Waldstrecken. Wem die noch zu lange sind, der versuche sich auf einer der acht Finnenbahnen. Oder an einem der sechs Vita-­Parcours. Da ist das Krafttraining gleich inbegriffen. Wer weiter laufen möchte, hält sich an den Green Marathon, auf 42 ausgeschilderten Kilometern gehts rund um die Stadt. (ebi)

Tischtenniswww.pingpongtische.ch

Profis wissen es längst: Tischtennis draussen tut gut. Die Umstände sind zwar regelwidrig – es geht immer der Wind, und die Bälle springen seltsam von der Platte ab. Prima aber lässt sich so die Feinmotorik trainieren. Das Feine daran: Im Freien sei man als geübter Clubspieler schnell mal der Star der Szene. Sagen die Profis. Und wer die Möchtegern-Stars besiegen will: In Zürich gibt es alle Gelegenheiten dazu. (bu)

BouldernStadionbrache Hardturm, in der östlichen Ecke neben dem Baucontainer

Bouldern ist Klettern in der reinen Form: ohne Seil und Haken. Früher sind wir so auf Bäume geklettert. Heute braucht es dazu spezielle Wände. Eine Kletterskulptur zum freien Bouldern steht auf dem Hardturmareal. (bu)

VeloVelostation Europaplatz, Pestalozziwiese, Bahnhof Enge, Bellevue (ab Ende Mai), General-Guisan-Quai (ab Ende Juni)
www.aoz.ch/veloverleih

Laufen ist Ihnen zu anstrengend? Velofahren ist die zweitsimpelste Option: Entweder Sie schwingen sich auf Ihr Stadtvelo – und machen damit statt nur den Arbeitsweg eine kleine Ausfahrt. Vielleicht am Seeufer entlang, vielleicht dem Sihl- oder Limmatufer. Sie haben als Tramfahrerin gar keines? Der Veloverleih Züri rollt hilft da aus – natürlich gratis. (ebi)

Fordern und gefordert werden: Beachvolleyballer an der Limmat.
Bild: Boris Müller

Beachvolleyball Oberer Letten, Freibad Allenmoos, Sihlhölzli, Schulhaus Stettbach, Schulhaus im Lee u.a.
www.sportamt.ch/beachsport

In Zürich fehlen zwar die kalifornischen Strände, aber auch einige unserer Seebäder und Schulhäuser bieten gute Spielfelder. Das Schöne am Volleyball im Sand: Zwei Spieler bilden schon eine Mannschaft. Die Chance, dass sich zwei finden, die gegen das eigene Team spielen wollen, ist also durchaus gegeben. Das Anstrengende: die schnellen Antritte und das Springen im Sand. Dafür ist Beachvolleyball Kraft- und Konditionstraining zugleich. (ish)

SchachLindenhof, drei Felder, zwei Schachtische, viel Idylle

Im Schach bin ich eine Nuss. Und habe dann doch über eine Stunde lang den Schachspielern auf dem Lindenhof zugeschaut. Auf einem Feld spielt ein junger Mann im Hoodie mit einem Senior, auf dem anderen duelliert sich der Platzkönig mit einem Herausforderer. Freundliche Atmosphäre. Nach der Partie werden Hände geschüttelt. Und gleich beginnt eine neue. Das Schönste: Schach ist eine Sprache, die überall verstanden wird, und so ist es nicht nur auf dem Lindenhof. (bu)

AcroyogaOffene Facebook-Gruppe: Acro Yoga Zurich, Instagram: acrozuri
Für mehr Information: info@acrozuri.ch

Sobald die Temperaturen steigen, turnen sie wieder auf den Zürcher Wiesen: die Acroyogis. Die Mischung aus Yoga und Akrobatik unterrichtet Salvatore Daniele im Sommer auf der Chinawiese (Kollekte), am Donnerstagabend treffen sich Interessierte auf der Josefwiese und trainieren. Bei schlechtem Wetter trifft man sich zum offenen Jam im Zirkus Chnopf, wo sich auch Neulinge an den spektakulären Sport annähern können (5 Fr.). (aho)

RennveloSihlcity, Mi 18 Uhr / Triemli, So 9 Uhr, www.veloton.ch
Thalwil, So 9 Uhr, www.tempo-sport.ch
Kronenstr. 38, Do 18.30 Uhr, www.velo67.ch

Gümmeler, die Anschluss suchen, halten sich an die Gruppe Veloton, die wöchentlich zwei Ausfahrten durchführt. Oder an Tempo-Sport in Thalwil, von wo es jeden Sonntagmorgen auf die Sattelegg geht. Oder an den lokalen Veloladen, von denen manche Rides durchführen: Zum Beispiel Velo 67. (ebi)

PS: Die Zürifit-Anlagen mögen cooler wirken. Aber auf den Vita-Parcours macht man seit 50 Jahren dasselbe ... (siehe Laufstrecken). (ebi)

TreppensteigenUetliberg

Und noch das allereinfachste Fitnesstraining: Wir nehmen fortan die Treppe. Die längste der Stadt böte der Prime Tower, 700 Stufen – sie ist aber nicht zugänglich fürs Publikum. Im Gegensatz zur Aussichtsalternative: Nach 178 Stufen werden wir auf dem Uetliberg-Aussichtsturm ebenfalls mit einem Panoramablick auf die Stadt belohnt. (ebi)

Erstellt: 28.05.2019, 19:17 Uhr

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