Sie bringen uns die Vietnam-Küche näher

Hinter dem Deli Chez Nhan beim Manesseplatz stecken eine Mutter und eine Tochter, die mehrere Lokale betreiben.

Nhan Marbacher-Vo und Tochter Sabrina im Chez Nhan beim Manesseplatz in «Vietikon».

Nhan Marbacher-Vo und Tochter Sabrina im Chez Nhan beim Manesseplatz in «Vietikon». Bild: Andrea Zahler

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Als Nhan Marbacher-Vo vor bald 20 Jahren bei der Schmiede Wiedikon den Take-away Petit Saigon eröffnete, glaubte sie zuerst nicht daran, dass die Zürcherinnen und Zürcher ihre Sommerrollen oder traditionellen Reisnudelsuppen ins Herz schliessen würden. Also kochte sie auch Kartoffelgratin, Lasagne oder Brätchügeli.

Im Vergleich zu anderen Städten wie Paris, wo die vietnamesische Diaspora gross ist und Nhan Marbacher-Vo lange ein Restaurant führte, war die Küche aus Südostasien in Zürich Anfang der Nullerjahre kaum präsent. «Heute muss ich lachen, wenn ich an meine Unsicherheit denke», sagt Nhan Marbacher-Vo. Zumal sich die zahlbaren, gesunden und teilweise französisch beeinflussten Spezialitäten aus Vietnam schnell in der Stadt etablierten. Inzwischen findet man in fast jedem Quartier ein vietnamesisches Restaurant.

Sie bekochen Zürich vietnamesisch

Wir treffen die Pionierin der Zürcher Viet-Küche mit ihrer Tochter Sabrina Phuong-Thi Marbacher in ihrem neuen Lokal am Manesseplatz. Der Deli Chez Nhan soll Anfang 2020 das gleichnamige Gartenrestaurant an der Kehlhofstrasse ersetzen. Mit dem Restaurant Saigon beim Bahnhof Selnau, einem Food-Truck und aktuell drei Lokalen in Wiedikon haben die Frauen mit ihren treuen Angestellten in den letzten Jahren ein Imperium aufgebaut.

«Es gibt Leute, die sprechen von ‹Vietikon›», sagt Sabrina und lacht. Die Tochter eines Baslers ist in Zürich aufgewachsen und führt mit einem anderen Partner auch das hippe Co Chin Chin im Kreis 5. «Meine Mutter hat über 40 Jahre Gastro-Erfahrung, ich reise viel und schaue zu, dass unsere Betriebe mit der Zeit gehen.» So gibt es im neuen Chez Nhan beim Manesseplatz neben Suppen auch Bowls oder vietnamesische Banh-Mi-Sandwiches.

Im Chez Nhan gibts unter anderem Bowls und Suppen. Foto: Andrea Zahler

Wie immer in den Lokalitäten der Marbachers wird man auffallend schnell und freundlich bedient und hat die Wahl zwischen einem Mittagsbuffet oder A-la-carte-Gerichten nach Nhans Familienrezepten. Etwa Banh Xeo, eine extrem knusprige Crêpe aus Reismehl, die mit reichlich Kräutern, Salat und einer Dipsauce gefüllt wird.

Klassiker und neue Kreationen

Ein Klassiker ist auch das milde Curry mit Kartoffeln, das sich mit Rind, Poulet, Crevetten oder Tofu ergänzen lässt. Nicht nur die Modularität der täglich frisch zubereiteten Speisen sei ihnen wichtig, sagt Nhan Marbacher-Vo, auch jeder Wunsch solle erfüllt werden. «Ob glutenfreie Zutaten, Alternativen zu Fischsaucen oder vegetarische Bouillons – alles ist möglich.»

Ihre Küche sei nicht nur flexibel, sondern auch vielfältig und in der Schweiz noch lange nicht ausgeschöpft, ergänzt Sabrina. Gerichte aus dem Feuertopf wolle sie vielleicht auch mal ausprobieren. Dem Duo werden die Ideen jedenfalls nicht so schnell ausgehen.

Chez Nhan
Uetlibergstr. 22
8045 Zürich
Tel. 044 461 02 04
www.cheznhan.ch

Öffnungszeiten
Mo–Fr 8–15 Uhr,
Ab 12.8. Mo–Fr 11–14 und 18–23 Uhr, Sa ab 17 Uhr

Preise
Speisen zwischen 19.50 und 28.50 Franken

Erstellt: 07.08.2019, 17:24 Uhr

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