Zürcher Delivery-Dienste im Test

Gleich vier lokale Start-ups liefern per Onlinebestellung vorgekochte, gesunde Menüs nach Hause oder ins Büro. Wir haben sie bestellt und verglichen.

Die Bandbreite der neuen Delivery-Dienste ist gross: bei Kaisin gibt es etwa Bowls zum Selberzusammenstellen.

Die Bandbreite der neuen Delivery-Dienste ist gross: bei Kaisin gibt es etwa Bowls zum Selberzusammenstellen.

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Der Sportlermassgekocht.ch

Das wird angeboten
Um die zehn Wochenmenüs, diverse Cracker und Müesli, Getränke.

So wird bestellt
Bis um 10.45 Uhr online am Tag der Bestellung auf der etwas unübersichtlichen Website; auch ein Wochenabo mit täglichen Menüs ist möglich.

So wird geliefert
In einer Papiertasche, die mit einem handgeschriebenen «En Gute!»-Gruss des Kochs verziert ist. Das Essen in der Papierbox sieht lieblos aus und erinnert an eine Flugzeugmahlzeit.

So schmeckt das Essen
Das vegane Surfers Curry mit Erbsli und Kartoffeln schmeckt etwas langweilig und vor allem nach Kokosnussmilch. Gut ist das pikante Kartoffelbrot mit Kurkuma, das es dazu gibt.

Das ist speziell
Massgekocht stimmt seine Menüs unter anderem auf Muskelaufbau oder Gewichtsabnahme ab. Sie lassen sich mit einem Fitnessprogramm kombinieren.

So viel kostet ein Menü Ab 18 Franken, Lieferkosten 5 Franken. oder kostenlose Abholung im Healthy Place (Limmatstr. 275).

Fazit Kulinarisch hat uns der Lieferdienst nicht überzeugt. Aber wir sind auch keine Fitnessanhänger.




Der Frühaufsteherearlybird.ch

Das wird angeboten
Vier Menüs, die wöchentlich wechseln, Sandwichs, Getränke, ein Frühstücksangebot sowie Früchteboxen.

So wird bestellt
Bis 18 Uhr am Vortag, damit die Vögelchen über Nacht kochen und ab 6.30 Uhr ausliefern können. Die deutschsprachige Website hat eine klare Navigation.

So wird geliefert
In Kartonschalen mit Plastikdeckeln verpackt, erreicht uns das Essen per Elektromobil. Kostenloses Besteck auf Wunsch, ein Schöggeli liegt jeder Bestellung bei.

So schmeckt das Essen
Der Vollkornreis mit Pulled Beef mit süsslichem Dattel-Tomaten-Chutney, Chinakohl und Auberginen ist ausgewogen und nahrhaft. Er kann, mit einer Joghurtsauce gepimpt, kalt wie ein Salat gegessen werden und hat sowohl warm als auch kalt geschmeckt.

Das ist speziell
Early Bird ist auch eine Cateringfirma.

So viel kostet ein Menü
Ab 14.90 Franken, keine Lieferkosten (Lieferminimum 20 Fr.).

Fazit
Unkomplizierte Bestellung, günstig und kulinarisch ausgefeilt – we like.




Der Nachhaltigenosh-pots.ch

Das wird angeboten Power Balls, Over Night Oats (Hafermüesli), vier Wochenmenüs.

So wird bestellt Die «Naschtöpfe» lassen sich mehrere Tage im Voraus bestellen. Etwas umständlich ist die Navigation auf der Website; unter anderem muss man sich anmelden, um bestellen zu können. Einige Angaben sind auf Englisch, andere auf Deutsch.

So wird geliefert
Die hübschen Depotgläser (2 Franken pro Stück) werden per E-Bike und Elektroauto gebracht.

So schmeckt das Essen
Der Test-Pot «Röstigraben» mit vorgekochten Kartoffeln, Federkohl und Pastrami lässt sich wie bei Earlybird sowohl kalt als auch warm essen. Aufgewärmt und ohne die mitgelieferte Salatsauce konsumiert, ist die Rösti zu fade.

Das ist speziell
Starkoch Nenad Mlinarevic tüftelt regelmässig für Nosh Pots Gerichte aus.

So viel kostet ein Menü
Ab 12 Franken, Lieferkosten 15 Franken. (ab 3 Gläsern gratis) oder kostenlose Abholung.

Fazit
Die umweltfreundliche Logistik (Depotgläser, E-Bike) ist vorbildlich, die Website hat Verbesserungspotenzial.




Der Ästhetkaisin.ch

Das wird angeboten
Der Bowl-Lieferdienst setzt auf fünf verschiedene bunt gefüllte Schalen, darunter die «Custom» zum Selberzusammenstellen. Dazu gibts Eistee.

So wird bestellt
Gleichentags bis 11 Uhr. Die Website ist elegant und sehr zugänglich konzeptioniert. Schade, gibt es sie nur auf Englisch.

So wird geliefert
Der Kurier kommt mit dem Auto und händigt uns eine Tüte mit Kartonschalen und einer charmanten Grusskarte des Bowl-Produzenten Patrik aus.

So schmeckt das Essen
Die Custom Bowl mit Lachs, Sushireis, Mango, Ingwer-Guacamole und japanischer Ponzu-Sauce ist sehr frisch und ausbalanciert, was erstaunt. Beim Kombinieren der Zutaten auf der Website hatten wir nämlich das Gefühl, etwas völlig Chaotisches zusammenzuschustern.

Das ist speziell
Kaisin betreibt im Talacker 34 in der Lima-Bar mittags ein Bowl-Lokal.

So viel kostet ein Menü
Ab 21.50 Franken, Lieferkosten 8 Franken, ab 80 Franken gratis.

Fazit
Anmächelig, was Essen und Website angeht; aber im Vergleich eher teuer.

(Züritipp)

Erstellt: 27.10.2018, 16:19 Uhr

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