Zürichs schärfstes Pop-up ist zurück

Grossartiges Essen, fantasievolle Drinks und sogar Massagen. Soi Thai wird die Stadt auch in diesem Jahr begeistern.

Köstliche Dreifaltigkeit: Papayasalat, grünes Pouletcurry und frittierte Albeli (v.l.).

Köstliche Dreifaltigkeit: Papayasalat, grünes Pouletcurry und frittierte Albeli (v.l.). Bild: Samuel Schalch

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Der Weg zum Soi Thai ist steil. So steil, dass wir ihn vermutlich nicht gehen würden, wenn wir nicht wüssten, dass es sich ganz sicher lohnt, bei den beiden Thai-Food-Enthusiasten Valentin Diem und Patrick Schindler einzukehren. Einmal oben angekommen, belohnt man sich am besten gleich an der Bar mit einem sogenannten Freezling. Das ist ein in der Slushy-Maschine gefrosteter Riesling mit Zucker, ­Zitronensaft und Wodka, der einen ziemlich schnell in Feierabendstimmung katapultiert.

Je mehr Freezling man konsumiert hat, desto schwieriger wird es allerdings, auf den dicht gestaffelten tiefen Hockern entlang der Tische Platz zu nehmen. Man fühlt sich ein wenig wie ein menschlicher Tetris-Stein.
Doch das ist bald vergessen. Schon allein wegen des Tagescurrys (19 Fr.), das am Eröffnungsabend ein grünes mit Pouletschenkelfleisch, Thai-Auberginen und tüchtiger, aber durchaus nicht übertriebener Schärfe ist. Zum Glück hat das Gericht nichts mit den hierzulande so verbreiteten, von Kokosmilch gepeinigten Currys zu tun, nach deren Verzehr man sich fühlt, als habe man ein Mühlrad verschluckt. Es ist stattdessen leicht und belebend.

Die Dame neben uns kommt beim Verzehr ihrer scharf-sauren Tom-Yam-Suppe mit Gemüse (15 Fr.) gehörig ins Schwitzen und sucht instinktiv nach dem Mineralwasser, was alles natürlich nur noch schlimmer macht. Besser gehts mit Reis, der als Sättigungsbeilage und zum Neutralisieren für 3 Franken pro Person à discrétion serviert wird. Wer sich trotzdem nicht auf Scharfes einlassen will, ist mit dem saftigen grillierten Poulet (19 Fr.) bestens bedient.
Unser Liebling auf der zehn Gerichte umfassenden, bebilderten Speisekarte sind aber die frittierten Albeli (18 Fr.) mit einer köstlichen Sauce aus viel rotem Chili, Zitronengras, Galagal, Knoblauch, Schalotten, Limetten, Fischsauce, Zucker, Koriander- und Dillstängeln.
Die Albeli stammen aus dem Vierwaldstättersee und bestechen mit ihrem festen Fleisch. Trotz des Aufenthalts in der Fritteuse sind sie kein bisschen trocken. Ausgezeichnet schmeckt auch der mit ­Cherrytomaten, Erdnüssen und rohen grünen Bohnen verfeinerte Papayasalat (16 Fr.). Der pikante Hackfleischsalat Larp (16 Fr.) ist bei der dritten Soi-Thai-Auflage längst ein Klassiker und steht auf praktisch allen Tischen.

Damit niemand durstig bleibt, patrouilliert eine junge Dame mit einem Harass Chang-Bier zwischen den Tischen. Die übrigen Getränke sind nur vorn an der Bar erhältlich. Neben besagtem Freezling unter anderem sprudelndes Kokoswasser, Thai-Eistee und Mangosaft (je 5 Fr.) oder Alkoholisches wie Gin-Tonic mit Tamarinde und Mango Julep mit Bourbon, Koriandersamen und rotem Pfeffer (je 15 Fr.). Das Mittagsangebot umfasst in diesem Jahr Tagescurry, Grillpoulet, Papayasalat und Sticky Rice. Im hinteren Teil des lang gezogenen Seilereigebäudes befindet sich eine Massagestation. Dort kann man sich von einer in Thailand ausgebildeten Fachkraft die verspannten Muskeln kneten lassen. 15 Minuten kosten 25 Franken, 30 Minuten 45 Franken.

Rämistr. 24, 8001 Zürich
www.soithai.ch
Mo–Fr 11.30–14 Uhr und 17.30–23.30 Uhr, Sa 17–23.30 Uhr
Snacks ab 6 Franken, grössere Gerichte ab 14 Franken
Noch bis 16.9.
(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 26.08.2017, 09:55 Uhr

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