Alpine Snacks für die Partymeute

Die Klaus-Club-Inhaber haben im Kreis 4 das Garbo eröffnet. Es ist nicht nur eine Cocktailbar, sondern auch ein Restaurant mit Häppchen aus dem Alpenraum zum Teilen.

An altbekannter Adresse eröffnet ein neues Lokal: Das Garbo an der Bäckerstrasse 62.

An altbekannter Adresse eröffnet ein neues Lokal: Das Garbo an der Bäckerstrasse 62. Bild: Fabienne Andreoli

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Es gibt Ecken in dieser Stadt, die sind ständig in Bewegung: Dort, wo sich die Bäcker- mit der Ankerstrasse kreuzt, befand sich bis 2017 die Rex Populi Bar, wo selbst am Mittag zugedröhnte Menschen ­davorstanden. Nach einem Facelifting kam das Hotel und Restaurant The Yard, das nicht mal ein Jahr durchhielt. Seit Ende August heisst das Lokal nun Garbo. Die neuen Inhaber stammen aus dem Nachtleben, bewirtschaften auch den Klaus Club und führen das Hotel weiter.

Barchef Fabian Bangerter, wie alle Mitarbeiter überaus herzlich, nimmt sich trotz vielen Gästen sogar Zeit für ein Schwätzchen. Er erzählt, dass er die Limetten und Orangen für seine Drinks trocknet und gern an Sirupsorten herumtüftelt. Seine selbst gemachten Zutaten finden nun Platz in den elf Signature Drinks, die er für das Garbo kreiert hat.

Nicht nur Cocktails und Häppchen, auch tägliche Mitagessen warten im Garbo. Bild: Fabienne Andreoli

Also her mit einem Garbo in Mule (18 Fr.) aus Gin, Gurke, Ingwer-Zitronengras-Sirup oder Ginger Beer. Der leichte, an diesem kühlen Abend zu sommerliche Drink hinterlässt weniger Eindruck als der Kumquat Sour (17 Fr.). Auch hier kommt ein hausgemachter Sirup aus Kumquat (Zwergorange) und Chili zum Einsatz sowie Wodka und Zitronensaft. Die Chili-Fäden, mit denen der Cocktail verziert ist, sind etwas unpraktisch beim Trinken. Doch der Drink ist sehr würzig und erfrischend.

Teilweise passen die Getränke zum Essen, und so tauchen die Kumquats auch beim Sommersalat (12 Fr.) auf der zahlbaren Abendkarte auf. Patrick Reiterer, Küchenchef aus dem Südtirol, hat die alpin inspirierten Häppchen in Kapitel wie Garten, Feld und Beet oder Wald, Wiese und Stall aufgeteilt. Das Fluss-Nigiri (13 Fr.) aus Saibling und Gerste überzeugt uns nicht. Fisch und Getreide halten nicht so gut zusammen wie der Klebreis und der Lachs im Original und zerfallen vor dem ersten Bissen.

Das Cordon bleu (16 Fr.) in Form einer panierten Fleischrolle kommt da kompakter daher, aber trotz ausgeklügelter Zutaten wie Vorarlberger Hirsch, Mostbröckli oder Mayo ist es fad und trocken. Die Brothäppchen gefallen uns da besser: Das lauwarme, hausgemachte Roggen­sauerteigbrot mit Griebenschmalz (7 Fr.) hätten wir gern jeden Tag zum Frühstück. Ein tolles Paar geben auch die Bretzel mit pikanten Weisswürsten (12 Fr.) ab. Die Metzgerei Keller stellt sie exklusiv für das Garbo her.

Bäckerstr. 62
8004 Zürich
Tel. 044 291 92 83
Di/Mi 11.30–24 Uhr, Do/Fr 11–2 Uhr, Sa 16–2 Uhr
(Do–Sa warmes Essen bis Mitternacht, Di–Fr Mittagessen).
Die Gerichte kosten zwischen 7 und 16 Franken, die Cocktails zwischen 13 und 21 Franken.
www.garbozuerich.ch

(Züritipp)

Erstellt: 10.10.2018, 18:58 Uhr

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