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Das «Campo» bringt Italianità auf den Helvetiaplatz

Die Crew von Café Lang und La Stanza hat auf dem Helvetiaplatz ein neues Boulevardcafé eröffnet. Jedes Detail der Einrichtung ist instagrammable.

Italo Bar an Toplage: Blick von drinnen nach draussen auf den Helvetiaplatz.
Italo Bar an Toplage: Blick von drinnen nach draussen auf den Helvetiaplatz.
Sabina Bobst

Pünktlich zum warmen Wetter wurde letzte Woche Zürichs neuste Stube eröffnet: Das Campo (Italienisch für «Feld»), untergebracht im Erdgeschoss des kürzlich fertig renovierten Betonriegels, belebt nun das Zentrum des Helvetiaplatzes. Mit dem Volkshaus und der Bank ist ein neues Gastro­dreieck um die «Piazza Helvetia» entstanden. 60 Outdoor-Sitzplätze bieten eine ungestörte Aussicht.

Die Bar in der Stadtliegenschaft ist ein einrichtungstechnischer Wurf. Denn die Crew, die unter anderem das La Stanza oder das Café Lang verantwortet, hat mit Philippe Stuebi zusammengearbeitet.

Der Architekt, der vor über 20 Jahren mit Damir Masek das bis heute zeitlose Restaurant Josef gestaltete, hat mit den Gastronomen ein ungewöhnlich ruhiges, minimalistisches Interieur irgendwo zwischen Brutalismus und brasilianischem Modernismus geschaffen. Säulen aus Schalungsbeton vereinen sich mit einer Lättchen-Wandtäferung oder einem Tresen aus geschliffenem Douglasieholz. Jedes Detail ist instagrammable; insbesondere die Sofaecke mit dem Gummibaum.

Gekühlter «vino di casa»

Mit Öffnungszeiten von früh bis spät bespielt das Campo ein weites Feld: Morgens fungiert es als Café, wo man sich einen Cappuccino aus der bekannten La-Stanza-Mischung gönnen kann (5 Fr.), tagsüber und abends wird das Campo zur Bar, die unter anderem auf Bittergetränke spezialisiert ist. So gibt es verschiedene Liköre (ab 6 Fr.), Bittercocktails (ab 9 Fr.) sowie Wermut (ab 6 Fr.).

Dazu kommt eine schöne Auswahl an Weinen inklusive einem Vino della Casa (5 Fr./1 dl). Fantastico: Der Hauswein kommt, wie in Italien üblich, auf wenige Grad runtergekühlt direkt aus dem Fass.

Minimalistisches Interieur mit Lättchen-Wandtäferung: die Bar im neuen Campo. Foto: Sabina Bobst
Minimalistisches Interieur mit Lättchen-Wandtäferung: die Bar im neuen Campo. Foto: Sabina Bobst

Statt Snacks bekommt man in der Bar Campo richtig was zu beissen. Am Wochenende werden verschiedene Brunch-Sets serviert, unter der Woche Antipasti, sowie eine kleine Auswahl an Primi und Secondi. Zudem steht ein Wagen mit Glace von der nahen Gelateria Rosso Arancio bereit. Die warmen Gerichte werden von Max Ceresi zubereitet, der eigens für das neue Lokal nach Zürich geholt wurde.

Angepasste Preise

Ceresi, Spross einer Metzgerdynastie bei Bologna, bereitet täglich exzellente Fleischspiesschen vor (28 Fr., mit Beilage), schneidet Tagliatelle zu und serviert sie unter anderem mit hausgemachtem Ragù bolognese.

Das Ragù schmeckt toll, ist aber einen Tick zu trocken; die handgemachten Teigwaren sind etwas dicker und teigiger als herkömmliche Industriepasta. Als wir die Rechnung bei unserem ersten Besuch zwei Tage nach der Eröffnung erhalten, erschrecken wir ein wenig: 27 Franken sind, handgemacht hin oder her, mittags ein stolzer Preis für einen normalen Teller Teigwaren, zu dem weder automatisch Brot gereicht wird, noch ein Salat inbegriffen ist (der kostet 12 Fr.).

Tatsächlich wurden die Preise in der Zwischenzeit angepasst. Die Pasta kostet nun 25 Franken – und 29 Franken inklusive Salat.

Molkenstr. 7 8004 Zürich Tel. 044 291 00 17 Mo–Mi 7–23 Uhr, Do 7–24 Uhr, Fr 7–1 Uhr, Sa 9–1 Uhr, So 10–22 Uhrwww.barcampo.com

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