Das sind Zürichs neue Sterneköche

Drei Küchenchefs aus Stadt und Region dürfen sich erstmals über die begehrten Macarons freuen, einer erobert an neuer Wirkungsstätte wieder einen Stern.

Der jüngste Sternekoch im Kanton: Mesa-Küchenchef Sebastian Rösch (29). (Foto: Thomas Egli)

Der jüngste Sternekoch im Kanton: Mesa-Küchenchef Sebastian Rösch (29). (Foto: Thomas Egli)

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Eine Woche nach dem «Gault Millau» hat der «Guide Michelin» am Montagmittag seinen Restaurantführer für 2018 vorgestellt. Stadt und Kanton Zürich haben dabei an Sternen zugelegt. Neu mit einem Macaron ausgezeichnet sind das Restaurant Rigiblick mit Küchenchef Ronny Zipfel und Patronne Vreni Giger, die Rose in Rüschlikon mit Tobias Buholzer und das Apriori im Löwen Bubikon mit Domenico Miggiano. Buholzer hatte sich schon an seinen vorherigen Stationen jeweils einen Stern erkocht, Giger ebenfalls, doch steht sie nun nicht mehr täglich im Gourmetlokal am Herd, sondern überlässt Zipfel diese Position.

Dazu gibts einen neuen Sternekoch zu vermelden, der erst 29 Jahre alt ist und damit Zürichs Jüngster in diesem erlauchten Kreis: Sebastian Rösch vom Mesa im Kreis 6. Der frühere Rigiblick-Souschef verteidigte den Stern des Lokals souverän. «Sehr ausdrucksstarke, kontrastreiche, moderne Gerichte, bei denen das Produkt im Mittelpunkt steht», heisst es in der Bewertung. Ein schöner Lohn dafür, dass Rösch das Mesa wieder zu einer der ersten Adressen der Stadt gemacht hat.

«Guide Michelin» widerspricht «Gault Millau»

Gut kommt bei den «Michelin»-Testern auch das neue, entschlackte Konzept des Maison Manesse an: Fabian Spiquel hält seinen Stern. Dank «ausgezeichneter, produktebezogener, kreativer Küche», wie in der Kritik steht. Der «Guide Michelin» widerspricht damit dem «Gault Millau», der noch das alte Konzept getestet und das Restaurant beim Manesseplatz von 15 auf 14 Punkte herabgestuft hatte. Noch grösser ist die Diskrepanz zwischen den beiden Guides beim Sonnenberg. Im «Gault Millau» mit 17 Punkten sehr hoch bewertet, gibts für Marcus G. Lindner und sein Team keinen Stern.

Die Hoffnung auf ein Zürcher Dreisternrestaurant erfüllte sich nicht. Im Gegensatz zu 2016, als der Wiesengrund in Uetikon am See seinen zweiten Stern verloren hatte, behalten aber alle drei Restaurants dieser Kategorie ihre Wertung: das Ecco im Hotel Atlantis by Giardino mit Stefan Heilemann, das The Restaurant im Dolder Grand mit Heiko Nieder und das Rico’s in Küsnacht mit Rico Zandonella. Die Zahl der Lokale mit der höchsten Auszeichnung bleibt auch national gleich. Drei Macarons gibts für das Schloss Schauenstein in Fürstenau GR mit Andreas Caminada, das Hôtel de Ville B. Violier in Crissier VD mit Franck Giovannini und das Cheval Blanc im Basler Hotel Les Trois Rois mit Peter Knogl.

In Stadt und Kanton Zürich bringen es insgesamt 15 Betriebe auf mindestens einen Stern. Dazu kommt noch das Pur im Hotel Seedamm Plaza mit Küchenchef Adrian Bührer, das zwar in Pfäffikon SZ daheim ist, aber doch immerhin am Zürichsee.

Stadt Zürich
Ecco (2 Sterne)
The Restaurant (2 Sterne)
Pavillon (1 Stern)
Sein (1 Stern)
Maison Manesse ( 1 Stern)
Equitable (1 Stern)
Mesa (1 Stern)
Rigiblick (1 Stern)

Kanton Zürich
Rico’s, Küsnacht (2 Sterne)
Wirtschaft zum Wiesengrund, Uetikon am See (1 Stern)
Sihlhalde, Gattikon (1 Stern)
You, Opfikon (1 Stern)
Sternen Badstube, Wangen (1 Stern)
Rose, Rüschlikon (1 Stern)
Löwen, Bubikon (1 Stern)

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.10.2017, 15:44 Uhr

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