Der neue Hotspot für Hot Pots

Nicht nur chinesische Gruppen mögen die neue Chopstick-Dépendance. Dort gibt es hervorragende Hot Pots und Sichuan-Spezialitäten.

Fast wie in China: Hotpots im Restaurant Chopstick.

Fast wie in China: Hotpots im Restaurant Chopstick. Bild: Urs Jaudas

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ohne den Bekannten, der mit einer Chinesin verheiratet ist und uns auf das neue Chopstick beim Central aufmerksam machte, wären wir nie an diesem Ort eingekehrt. Wir hätten ihn als Billigchinesen abgetan. Jetzt wissen wir: Das Lokal gilt als Place-to-be für chinesische Businessleute und Touristen, die hier eine authentische, qualitativ hochwertige Küche vorfinden.

Neben Hotpot, dem chinesischen Fondue, lassen sich hier auch Spezialitäten der Sichuan Cuisine aus der gleichnamigen südwestchinesischen Region geniessen. Diese ist bekannt für ihre Schärfe und Würze, was etwa beim sautierten Rindfleisch mit Chili (27.50 Fr.) zum Tragen kommt.

Schicke Dépendance

Vor 23 Jahren hat Herr Cai an der Niederdorfstrasse das erste Chopstick eröffnet, das auf Nudelgerichte spezialisiert ist. Die neue, zweistöckige Dépendance neben dem Café Franzos mit Blick auf die Limmat kommt schicker daher. Stolz erzählt Herr Cai, er habe einen ganzen Container mit Holzmöbeln von China nach Zürich verschifft, darunter drehbare Tische sowie Modelle mit integriertem, selbst regelbarem Kochfeld.

Im Vergleich zum klassischen Hotpot, bei dem aus einem gemeinsamen Topf gegessen wird, bekommt hier also jeder seinen eigenen Kupfertopf mit einer frisch zubereiteten Hühnerbrühe. Dazu wird eine wunderbare Sesam-Chili-Sauce serviert, um das Gekochte reinzutunken. In der Suppe schwimmen Goji-Beeren, die wegen ihrer Antioxidantien nicht nur in China als sehr gesund gelten.

Rohes Fleisch wird direkt am Tisch gekocht: die Hauptzutaten. Bild: Urs Jaudas

Was im Topf köchelt, hängt vom Angebot ab: Drei Varianten zwischen 38 und 58 Franken pro Person stehen zur Verfügung. Wir wählen die teuerste Option, bei der neben Rind- und Schweinefleisch und Chinakohl auch Tintenfisch, Garnelen oder Taro, die Wurzeln einer tropischen Pflanze, dazugehören.

Es gibt viel zu tun

Hotpot-Novizen, wie wir es sind, haben während des Essens viel zu tun: Es gilt, die Temperatur der Brühe immer wieder zu regeln und zu bestimmen, was wie lange gekocht werden muss. So braucht das dünn geschnittene Fleisch viel weniger Zeit als die Garnelen, die wir eine halbe Stunde später völlig verkocht aus der Pfanne retten.

Auch ist es nicht einfach, mit den Stäbchen die extrem rutschigen Glasnudeln aus dem Topf zu ziehen oder den Hummer auszubeineln. Eine Gabel zu verlangen, getrauen wir uns nicht. Wäre ja peinlich an einem Ort, der nach dem asiatischen Ess­werkzeug benannt ist.

Limmatquai 138
Tel. 044 262 78 33
Mo–So 11–23 Uhr durchgehend
www.china-restaurant-chopstick.ch

Erstellt: 25.10.2018, 10:17 Uhr

Artikel zum Thema

Das ist Zürichs neuer Superchinese

Zartes Fleisch, hauchdünne Dim Sum, Köche mit Sterneniveau: Das Hongxi ist das Lokal der Stunde. Mehr...

Diese Zürcher Japaner servieren mehr als rohen Fisch

Infografik Ramen, Gyoza, Tempura: Wo kommen Kenner auf ihre Kosten? Und was steckt hinter dem Aufschwung der Japan-Küche 2.0? Der Report mit Guide. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Die Welt in Bildern

Bitte lächeln: Frankie die Bordeauxdogge stellt sein Löwenkostüm zur Schau. Er nimmt mit seinem Herrchen an der Tompkins Square Halloween Hundeparade in Manhattan teil (20. Oktober 2019).
(Bild: Andrew Kelly) Mehr...