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Ganz schön leger

Die Grossmutter würden wir in das neu eröffnete Restaurant F39 nicht mitnehmen. Obwohl die frische, natürliche Küche uns viel Freude bereitet hat.

Benjamin Forrer (l.) und Philipp Graber sind die Gastgeber im F39 im Seefeld.
Benjamin Forrer (l.) und Philipp Graber sind die Gastgeber im F39 im Seefeld.

Nennen wir es ein durch und durch unkompliziertes Lokal. Im F39 im Seefeld sieht es ein wenig aus wie in einem Wohnzimmer. Ein wandgrosses Büchergestell dominiert den Raum, es hat Platz für rund zwanzig Gäste, Tischtücher gibt es keine. Die Gastgeber Benjamin Forrer und Philipp Graber sind so locker drauf, dass sie auch mal die selbst gedrehte Zigarette hinterm Ohr stecken haben, wenn sie einen Gang servieren. Die verwendeten saisonalen Produkte stammen aus der Region, und das Essen hat durchs Band einen modernen Touch. Dies zeigt sich bereits beim Amuse-bouche: Angelehnt an die unvermeidlichen Edamame-Bohnen beim Japaner, werden dem Gast im F39 – nach einem warmen Waschlappen – frische Gartenbohnen mit Rapsöl und Fleur de Sel serviert. Man isst sie mit den Fingern und geniesst dazu ein Glas Schaumwein aus dem österreichischen Kremstal. Den Wein braucht man für den ersten Gang nicht zu wechseln: Es gibt einen handtellergrossen Cracker, der mit zweierlei Gemüse-Cremes garniert ist und auf einen Salat mit «Tomaten von Kathrin und Mais von Matthias» (so der Kellner) liegt. Abgerundet wird das Ganze von einem klug dosierten Hauch Koriander. Eine frische Sache!

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