Knigge im Restaurant: Diese Regeln gibt es

Um zukünftig bei den Schwiegereltern glänzen zu können, besucht Schlemmer Anthony einen Knigge-Kurs.

Strenger Unterricht: Schlemmer Anthony lernt von Katrin Künzle die Benimmregeln. Video: Tamedia

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Die Serviette gehört auf den Schoss, das Messer schleckt man nicht ab und Kaugeräusche sind zu verhindern – diese Tischmanieren kennt jeder, der nicht in einer Höhle aufgewachsen ist. Doch wie signalisiere ich korrekt, dass ich satt bin? Darf ich bei einem Essen, bei dem ich eingeladen bin, das teuerste Gericht bestellen? Wie lade ich elegant ein, ohne vor meinen Tischnachbarn den Zahlungsverkehr abwickeln zu müssen?

Kenner Böni glaubt die Benimmregeln gut zu kennen. Mit den Tischmanieren von Schlemmer Anthony ist er jedoch nicht zufrieden. Darum schickt er ihn zu Katrin Künzle in den Benimmkurs. Seit 14 Jahren unterrichtet sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene, insgesamt durchliefen mehr als 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Unterricht.

Stilsicherer ins Bewerbungsgespräch

Auch ohne Klassengesellschaft seien Benimmregeln immer noch wichtig, beteuert Frau Künzle: «Es geht nicht mehr um Etikette, sondern es geht um einen respektvollen und angenehmen Umgang mit den Mitmenschen.» Zudem wirke man beispielsweise bei einem Kundenessen oder Bewerbungsgespräch stilsicherer.

Nach dem Besuch bei Frau Künzle ist sicher: Auch Kenner Böni hätte noch einiges lernen können. Und: Schlemmer Anthony wird nun garantiert bei den Schwiegereltern eine Gattung machen.

Erstellt: 25.12.2019, 17:21 Uhr

Der Ursprung des Kniggetums

Adolph Freiherr Knigge hat es tatsächlich gegeben. Er war ein deutscher Adeliger im 18. Jahrhundert, der nie etwas über Tischmanieren geschrieben hat, was heute fälschlicherweise oft angenommen wird. Sein Buch über den Umgang mit Menschen beschäftigt sich mit guten Umgangsformen, nicht mit Etikette. «Wenn die Regeln des Umgangs nicht bloss Vorschriften einer konventionellen Höflichkeit oder gar einer gefährlichen Politik sein sollen, so müssen sie auf die Lehren von den Pflichten gegründet sein, die wir allen Arten von Menschen schuldig sind, und wiederum von ihnen fordern können. – Das heisst: Ein System, dessen Grundpfeiler Moral und Weltklugheit sind, muss dabei zum Grunde liegen.»

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