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Neues Food-Konzept am Zürichsee

Das älteste Outdoor-Kino der Schweiz hat das kulinarische Angebot neu ausgerichtet. Wir haben es getestet.

Für viele Gäste ist das Anstossen und Essen genauso wichtig wie der Film: das Openair-Kino am Zürichhorn.
Für viele Gäste ist das Anstossen und Essen genauso wichtig wie der Film: das Openair-Kino am Zürichhorn.
zvg

Wenn Rico Fanchini und seine 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zeit haben, hüpfen sie vor der langen Schicht am Abend in den See. «Es gibt nichts Besseres, als vor der Arbeit schwimmen zu gehen», sagt der Gastro-Verantwortliche des Allianz Cinema. «Einen schöneren Ort, um das zu tun, gibt es nicht.»

Normalerweise betreibt der Gastronom mit seinem Geschäftspartner Peter Grünenfelder das vietnamesische Restaurant Coming Soon im Langstrassenquartier. Vor drei Jahren begann er, beim Allianz Cinema einen Food-Stand zu betreiben. Dieses Jahr ist er nicht nur für die «Chuchi am See» in den zwei Selfservice- und in den Gästezelten zuständig, wo an bestimmten Abenden erstmals Dreigänger serviert werden. Fanchini hat auch das neue Konzept entwickelt, das auf regionalen Produkten basiert. Das gilt auch für die Getränke: Es gibt nichts aus Grosskonzernen, sondern Vivi Kola, Wermut aus Winterthur oder einen Pinot noir von Erich Meier am Zürichsee.

Popcorn-Glace statt richtiges Popcorn

Die Glacesorten wurden in Zusammenarbeit mit dem Oltener Gelataio Kalte Lust kreiert. Sie schmecken unter anderem nach Popcorn, weil Knabber-Popcorn am See verboten ist: Wenn die Krümel am Boden herumliegen und an den Stühlen kleben, zieht das Vögel oder Ratten an. Das wollen die Organisatoren den Gästen ersparen.

Eines der neuen Gerichte: Ofenfleischkäse mit Kartoffel-Gurken-Salat. Bild: zvg
Eines der neuen Gerichte: Ofenfleischkäse mit Kartoffel-Gurken-Salat. Bild: zvg

Natürlich ist die Idee einer regional ausgerichteten Küche nicht neu. Für einen Anlass aber, wo an Spitzentagen bis zu 1200 Essportionen herausgegeben werden, ist der Aufwand, auf heimische Kleinproduzenten zu setzen, beträchtlich. Dass Fanchini viele von ihnen persönlich kennt, kommt ihm ebenso entgegen wie sein Interesse für Food-Trends. «Burger gibt es genug. Was mir persönlich im Take-away-Bereich oft fehlt, ist eine gute Schweizer ­Küche.»

Günstig war Kino-Essen nie

So findet man am Zürichhorn dieses Jahr erstmals Ofenfleischkäse mit Kartoffel-Gurken-Salat (18.50 Fr.), Rindshacktätschli mit Tomatensalat (17.50 Fr.) oder einen Wurst-Käse-Salat (17.50 Fr.) mit reichlich grüner Salatgarnitur. Auch Fladenbrote mit verschiedenen Füllungen wie Kichererbsen oder Pastrami (14.50 Fr.) sowie zwei Currys nach Coming-Soon-Rezepten gehören zur Auswahl.

Günstig sind die Sachen nicht, aber das war Kino-Essen nie. Das gelbe Curry (17.50 Fr.), das wir beim Testessen vor der Premiere degustierten, dürfte noch etwas mehr Würze vertragen. Es ist wie drei weitere warme Gerichte vegan. Bedenkt man die kommerzielle Ausrichtung des Kinos, ist das fortschrittlich. Für Rico Fanchini ist es selbstverständlich. «Wir verkaufen im Coming Soon mittlerweile mehr vegane Speisen als Fleischgerichte. Dieser Nachfrage wollten wir nachkommen.»

Zürichhorn 8008 Zürch Eintritt nur mit Kinoticket Bis 18.8.zuerich.allianzcinema.ch

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