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Pizza, Pasta, Mezze um den Idaplatz

Der Wiediker Mikrokosmos ist um drei neue kulinarische Attraktionen reicher geworden und hat ein altbewährtes Lokal zurückbekommen.

Pasta, die Spass macht: Orecchiette mit Cima di Rapa und Salsiccia.
Pasta, die Spass macht: Orecchiette mit Cima di Rapa und Salsiccia.

Vor dem Gertrudhof sitzen die Gäste wie gehabt auf der Terrasse und essen Cordon bleu. Die Deutschen treffen sich zum Fussballschauen, klar, in der Calvados-Bar. Und am Ende des Abends treffen sich beide Fraktionen auf eine fantastische Glace bei der Gelateria di Berna. Doch nicht genug: Seit einigen Tagen wird das Angebot rund um den Idaplatz ergänzt von der Mezzerie de Moudi. Was dort der eher szenigen Kundschaft vorgesetzt wird, klingt schon im Namen des Lokals an: Mezze – Häppchen aus dem Nahen Osten. Die sind von sehr ansprechender Qualität. Seien es die Filoteigzigarren mit Käsefüllung (9 Fr.), der Hummus aus pürierten Kichererbsen und Tahina oder der Joghurt mit gehackter Minze (je 8.50 Fr.). Nicht zu verachten ist der Fatoush (12 Fr.), ein reichhaltiger Salat aus geröstetem Fladenbrot, Tomaten, Kräutern und Granatapfelkernen. In die Moudi-Version kommen noch knackige Rüebli und Radiesli. Das Highlight auf dem reich gedeckten Tisch sind jedoch die frittierten Auberginen mit gewürztem Joghurt (8.50 Fr.). Genossen mit dem warmen Fladenbrot, das portioniert in braunen Papiertüten serviert wird, lohnen sie allein schon den Besuch. Von der allzu bitteren Avocadocreme (8.50 Fr.), dem schwächsten Teller beim anonymen Testbesuch, können wir das leider nicht behaupten. Dass auch vis-à-vis mehr Gäste als sonst sitzen, erstaunt uns ein wenig. Denn die neu eröffnete Trattoria Piccola wirbt mit Pasta und Pizza. Und ein weiterer Italiener, so leid es uns tut, ist eigentlich nicht gerade die Sorte Restaurant, auf die das Quartier gewartet hat. Warum das Interesse bei der Kundschaft dennoch gross ist, zeigt auch hier der Testbesuch. Es dürfte weniger an den zwar ordentlichen, aber doch eher dickbodigen Pizzas (15–23.50 Fr.) liegen, sondern vielmehr an den Gerichten auf der wechselnden Tageskarte. Die Orecchiette mit Cima di Rapa und Salsiccia (24 Fr.) beispielsweise schmecken wie bei der Nonna. Dass die Pasta dafür direkt aus Italien kommt, ist auch nicht verkehrt: Die Qualität der gewölbten Teigwaren-Taler überzeugt, weil ihre Oberfläche merklich rau ist und die Sauce deshalb schön daran kleben bleibt. Zu gefallen vermögen auch Ravioli (25 Fr.), die mit Pilzen gefüllt und mit rahmiger Sommertrüffelsauce kombiniert werden. Ein Lob bekommen die Gastgeber zudem dafür, dass man diese beiden Primi auch als halbe Portion bestellen kann und für die Kinder einen Extrateller bekommt. Und was gibt es sonst noch zu berichten aus dem Kreis 3? Die Crêperie Bei Babette an der Bertastrasse hat nach einem Brand und längerer Renovationspause wieder geöffnet, jeweils von Mittwoch bis Sonntag. Und auch der neue, kleinfeine Comestibles-Laden Lochi, ebenfalls an der Bertastrasse gelegen, ist einen Besuch wert. Nicht zuletzt wegen des artisanalen Ketchups von Biagi und des Biers von der Winterthurer Brauerei Grundlos. Man kann ja trotz all der neuen Beizen rund um den Idaplatz auch mal zu Hause bleiben und grillieren.

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