So macht Thai-Food Spass

Ein TV-Koch aus Bangkok spielte Entwicklungshelfer für das Blue Monkey in der Altstadt. Der Sondereffort hat sich gelohnt.

Unsere Favoriten: Venusmuscheln mit Thaibasilikum und gefüllte Chaplublätter. (Foto: Samuel Schalch)

Unsere Favoriten: Venusmuscheln mit Thaibasilikum und gefüllte Chaplublätter. (Foto: Samuel Schalch)

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Die japanische und die vietname­sische Küche haben in Zürich derzeit Hochkonjunktur. Doch auch in Sachen Thaifood tut sich was: In Kooperation mit Waipop Saepueng, dem bekanntesten Fernsehkoch Thailands, hat das Team des runderneuerten Blue Monkey an der Stüssihofstatt ein interessantes kulinarisches Konzept ausgearbeitet. Das Versprechen: authentische Gerichte, keine gnadenlos mit Kokosmilch eingedickten Currys, die den Ruf der thailändischen Küche hierzulande schon genug beschädigt haben.

Wir sind also gespannt, als wir an einem lauen Frühsommerabend auf der lauschigen Terrasse im Rosenhof Platz nehmen. Gern hätten wir mit einem Glas Viognier Granmonte 2014 aus dem Asoke Valley nordöstlich von Bangkok angestossen, doch hatten leider schon zahlreiche andere Gäste diese Idee. Der exotische Weisswein ist an diesem Tag ausverkauft.

Ein Volltreffer sind dafür die vom freundlichen Service empfohlenen Chaplublätter (10 Fr.) mit pikanter Sauce, knusprig gerösteter Kokosnuss, Schalotten, Limette und Chili. Schärfe, Süsse, Crunch und Frische – hier ist alles drin, was einen Snack zum Vergnügen macht. Die Blätter, die selbst ein pfeffriges Aroma besitzen, rollt man ganz einfach zusammen und steckt sie in den Mund.

Hin- und hergerissen bei den Muscheln

Weiter gehts mit einem erfrischenden, wenn auch weniger aufregenden Pomelosalat (12 Fr.), der mit Kokos, Erdnuss und Chili angereichert ist, und einer Tom Khaa Gai (10 Fr.). In der mit Galangal – einer thailändischen Spielart des Ingwers – und frischem Koriander gewürzten Suppe ist angenehm wenig Kokosmilch drin, dafür genügend Pilze und Bio-Pouletbrust. Überhaupt ist es der Anspruch des Blue Monkey, nicht nur authentisch, sondern auch nachhaltig mit Fokus auf Bioprodukte zu kochen.

Das Rindfleisch im Thai-Beef-Salat (18 Fr.) punktet mit Röstaromen und Zartheit, die Schärfe ist deutlich spürbar, aber nicht übertrieben. Einziger Kritikpunkt: Wir finden das Gericht insgesamt einen Tick zu süss, doch daran mag unser europäischer Geschmack schuld sein.

Hin- und hergerissen sind wir bei den sautierten Venusmuscheln mit süssem Thaibasilikum, Knoblauch und Chili (28 Fr.): Einerseits mögen wir die recht wuchtige Sauce, andererseits übertüncht sie doch ziemlich fest den ­Geschmack der taufrischen, herrlich fleischigen und für ihre Art sehr grossen Muscheln. Ein Luxusproblem, zugegebenermassen. Die Erwartungen erfüllt auch der auf Erdnüssen basierende Massaman-Curry mit Schweizer Weiderind, Kartoffeln und Zwiebeln (28 Fr.). Das sechs­wöchige Training mit Starkoch Waipop Saepueng hat ganz offensichtlich gefruchtet.

Zum Dessert bestellen wir frische Papaya und Ananas (je 9 Fr.), beide von sehr guter Qualität. Für die gebackenen Taowurzeln mit Kokosmilch und Palmzucker (10 Fr.) ist kein Platz mehr. Mittags bietet das Blue Monkey ein auf dem Holztablett serviertes Menü mit Vorspeise, Suppe und Hauptgericht ab 22 Franken an.

Blue Monkey
Stüssihofstatt 3
8001 Zürich
Tel. 044 261 76 18
www.bluemonkey.ch
Mo–Fr 11.30–14 Uhr und 18–24 Uhr,
Sa 18–24 Uhr, So 18–23 Uhr
Vorspeisen 10–18 Franken, Hauptspeisen 17–60 Franken
(Zueritipp)

Erstellt: 05.06.2017, 11:32 Uhr

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