Ein Dämon trägt Nonnentracht

«The Nun» ist der neuste Film aus der «Conjuring»-Reihe. Er zeigt, wie der Dämon Valak ein rumänisches Nonnenkloster infiltriert.

Macht sich einen Spass daraus, Leute zu erschrecken: Dämon Valak (l.)

Macht sich einen Spass daraus, Leute zu erschrecken: Dämon Valak (l.)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Eine abgelegene Abtei im Jahre 1952, irgendwo im Hinterland Rumäniens: Hier hat eine Nonne scheinbar Selbstmord begangen. Ein Priester (Demián Bichir) wird hingeschickt, um das zu untersuchen. Für die Ermittlungen stellen ihm die Kirchenoberen eine Novizin (Taissa Farmiga) als Assistentin zur Seite, ausserdem hilft den beiden ein frankokanadischer Abenteurer (Jonas Bloquet), der vor Ort einen Bauernhof führt. Er war es, der die tote Nonne gefunden hat.

Im Kloster gehen seltsame Dinge vor sich, und tatsächlich findet unser Trio bald heraus, dass dort der Dämon Valak herumspukt -- den kennen wir bereits aus «The Conjuring 2». Dort terrorisierte er ein Einfamilienhäusschen in einem Londoner Aussenbezirk. Jetzt zeigt der neue Film, wie Valak aus der Hölle in unsere Welt herüberwechselte. Und weshalb er sich seither als Nonne verkleidet.

Video: YouTube/WarnerBrosSwitzerland

Die «Conjuring»-Filme basieren auf den Erlebnissen des realen Ehepaars Lorraine und Ed Warren (gespielt von Vera Farmiga und Patrick Wilson). Als sogenannte Dämonologen untersuchten die beiden allerlei Spukhäuser, Poltergeister oder dämonische Besessenheiten. Am bekanntesten ist wohl der Fall eines Geisterhauses im Örtchen Amityville -- der Film «Amityville Horror» (1979) basiert darauf.

Der Wahrheitsgehalt dieser ganzen Vorkommnisse ist stark umstritten, aber für das Kino spielt das ja keine Rolle. James Wan, der bereits die «Saw»-Reihe -- bisher acht Teile -- aus der Taufe hob, sah in den Fällen der Warrens das Potential für eine ganze Reihe von Horrorfilmen. Der Erfolg gibt ihm recht: Die bisherigen vier Filme haben gemeinsam über eine Milliarde Dollar eingespielt.

Nicht, dass sie deswegen besonders gut wären: Die «Conjuring»-Filme und die «Annabelle»-Ableger waren immer schon dumm und laut. Subtiler Grusel geht anders. Das gilt auch für «The Nun», der sich aber zum Glück nicht so unsinnig ernst nimmt wie die Vorgängerfilme, sondern auf unterhaltsames Spektakel setzt. Der erwähnte kanadische Abenteurer gibt die ganze Zeit Onliner zum Besten, und Valaks ist richtiggehend charmant als grinsender Bösewicht in Nonnentracht. Mit Abstand der beste Teil der Reihe.

Erstellt: 17.04.2019, 13:25 Uhr

Artikel zum Thema

Das läuft neu in den Zürcher Kinos

Ein Dokfilm für starke Nerven, einer über die Berner Agglo und eine grandiose Carey Mulligan: die vielfältigen Filmstarts. Mehr...

Der Tod im Piemont

In der schweizerisch-italienischen Koproduktion «Il Mangiatore Di Pietre» sucht ein einstiger Schmuggler einen Mörder. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Blogs

Geldblog Was passiert bei einem Konkurs meiner Bank?

Mamablog Besonders ist nicht besser

Die Welt in Bildern

Auf Händen getragen: Eine handgeschnitzte Statue der Jungfrau Maria wird anlässlich des Fests zu Ehren der «Virgen del Carmen» durch die andalusische Stadt Málaga geführt. (16. Juli 2019)
(Bild: Daniel Perez / Getty Images) Mehr...