Wie weiter mit dem Sternenkrieg?

Mit der neunten Episode geht die Skywalker-Saga zu Ende. Was danach im «Star Wars»-Universum geschieht, ist noch unklar.

Nicht ohne Roboter: BB-8 und D-0.

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Kehrt Kylo (Adam Driver) doch noch zur guten Seite der Macht zurück? Wer waren die Eltern von Rey (Daisy Ridley) wirklich? Und wer siegt denn nun am Ende: Die bösen Sith oder die guten Jedi? Mit «The Rise of Skywalker» wird nicht nur die aktuelle «Star Wars»-Trilogie abge­schlossen, sondern gleich die ganze Skywalker-Saga: eine Trilogie aus drei Trilogien, insgesamt also neun Filme, die von drei Generationen der Familie Skywalker erzählen.

Im Rückblick erweist sich diese Dreifach­trilogie als durchwachsen: «A New Hope» (1977), «The Empire Strikes Back» (1980) und «Return of the Jedi» (1983) sind Klassiker, haben das Science-Fiction-Genre und das Blockbusterkino geprägt. Die Reihe zehrt bis heute von der Aura dieser drei alten Episoden. Lucas’ eigene Prequel-Trilogie, die von 1999 bis 2005 lief und davon handelte, wie aus Anakin Skywalker Darth Vader wurde, war völlig misslungen: Mies geschrieben und gespielt, vollgepackt mit seelenlosen CGI-Effekten.

Seilziehen um die Macht im Universum: Star Wars. Video: YouTube/Disney Schweiz

Seit Disney «Star Wars» übernommen hat, sind die Filme zwar besser geworden, aber der Konzern ver­meidet jedes Risiko und variiert in erster Linie bekannte Geschichten: Ob die Helden nun einen Todesstern oder eine Starkiller-Basis aufhalten müssen, macht keinen grossen Unterschied. Auch «The Rise of Skywalker» handelt von Waffen, die Planeten zerstören.

Vielleicht ist nach dem Ende der Skywalker-Saga Platz für neue Ideen? Wie es mit «Star Wars» weitergeht, ist freilich noch offen. Nach «Rogue One» (2016) und «Solo» (2018) sollten weitere Filme folgen, die in sich geschlossene Geschichten erzählen, aber nach den lauen Einspielergebnissen des Han-Solo-Abenteuers wurden diese Pläne auf Eis gelegt. Angedachte Projekte gibt es viele, handfeste Ankün­digungen kaum. Disney wartet damit wohl auch, um nicht vom Kinostart von «The Rise of Skywalker» abzulenken.

Ein Modell für die Zukunft liefert aber vielleicht die Serie «The Mandalorian». Die erste Staffel läuft gerade auf dem Streamingservice Disney+; eine zweite wird zurzeit gedreht. Sie spielt einige Jahre nach «Return of the Jedi» und erzählt von einem Kopfgeldjäger, der ein grünes Baby – es ist von derselben Rasse wie Jedimeister Yoda – beschützt. Völlig neu ist das auch nicht, aber diese «Star Wars»-Version ist bisher frischer und überraschender als das, was in den letzten zwanzig Jahren im Kino zu sehen war.

In diversen Kinos

Erstellt: 18.12.2019, 18:23 Uhr

Star Wars: The Rise of Skywalker

Von J. J. Abrams, USA 2019; 142 Min.

Der böse Imperator Palpatine (Ian McDiarmid) ist zurück! In den letzten dreissig Jahren hat er im Verborgenen eine gewaltige Flotte aufgestellt, mit der er nun die Galaxie endgültig unterwerfen will. Dabei soll ihm Kylo Ren (Adam Driver) helfen, doch der will lieber zusammen mit Rey (Daisy Ridley) herrschen – sofern er es schafft, sie auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen. Auch dieser Abschluss der aktuel­len Trilogie wandelt auf ausgetretenen Pfaden; dieses Mal werden die Motive aus «Return of the Jedi» variiert. Das ist streckenweise unterhaltsam, aber auch ziemlich ermüdend – den ganzen Twists zum Trotz.

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