Zwingli, jung und dynamisch

Der Reformator Huldrych Zwingli wird jetzt auch zur Trickfilmfigur.

Reformator Huldrych Zwingli kämpft mit Worten und der Bibel statt mit Schwert und Axt.

Reformator Huldrych Zwingli kämpft mit Worten und der Bibel statt mit Schwert und Axt.

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Am 1. Januar 1519 fing Huldrych Zwingli als Priester am Grossmünster an, doch schon jetzt feiert man in Zürich 500 Jahre Reformation. Auch die Filmwelt zieht mit: Zurzeit befindet sich ein gross angelegtes Biopic von Stefan Haupt («Der Kreis») in der Postproduktion; pünktlich nächsten Januar soll der Film erscheinen – mit Max Simonischek in der Titelrolle, dem Sohn von Peter Simonischek («Toni Erdmann»).

Erste Bilder zeigen, dass der Film-Zwingli deutlich mehr Sex-Appeal mitbringt, als man es von den strengen Porträts aus dem 16. Jahrhundert kennt. Kein Wunder: Seine Liebesgeschichte mit der Witwe Anna Reinhart (Sarah Sophia Meyer) soll eine zentrale Rolle spielen.

Ebenfalls jung und dynamisch erscheint der Reformator im Trickfilm «Immer diese Zwinglis!»; dort wird er von Schtärneföifi-Sänger Boni Koller gesprochen. Der Film feiert seine Premiere in der Helferei, sinnigerweise also in jenem Haus, in dem Zwingli seinerzeit lebte und quasi sein Büro hatte.

Ein junger und dynamischer Zwingli: Ausschnitte aus dem Zeichentrickfilm «Immer diese Zwinglis!»

Der Kurzfilm von Kati Rickenbach – die auch den Montags­comic im «Tages-Anzeiger» zeichnet – setzt einige Jahre nach Zwinglis Tod im Zweiten Kappelerkrieg an: Seine drei überlebenden Kinder werden während einer Messe im hohen Bogen aus dem Grossmünster geschmissen, weil sie wieder mal nichts als Unsinn anstellen. Dann erzählen die beiden älteren Gören dem jüngsten, was der Vater seinerzeit eigentlich alles gemacht hat, und so geht der Film im Laufe von zehn Minuten in kinderfreundlicher Manier die wichtigsten Stationen aus dem Leben des Reformators ab.

Kulturhaus Helferei
Kirchgasse 13
Premiere: Do, 21. Juni 18 Uhr

«Immer diese Zwinglis!» kann danach frei zugänglich hier geschaut werden: www.immerdiesezwinglis.ch
Das Schweizer Fernsehen zeigt ihn am 27. August.

(Züritipp)

Erstellt: 21.06.2018, 09:52 Uhr

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