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Das Neuste auf den Leinwänden

Gleich mehrere Filme mit Hunden kommen diese Woche neu in die Zürcher Kinos.

Redaktion Kino
Haushund Buck in der Wildnis: «The Call of the Wild».
Haushund Buck in der Wildnis: «The Call of the Wild».

The Call of the Wild

Von Chris Sanders, USA 2020; 100 min.

Familienhund Buck, ein Bernhardiner-Collie-Mix aus gutem Haus, wird entführt und nach Yukon verkauft. Es ist die Zeit des Goldrausches, Schlittenhunde sind begehrt. Buck wird von tierlieben Postboten (Omar Sy und Cara Gee) eingespannt, landet bei einem goldgierigen Bösewicht (Dan Stevens) und lernt durch einen Einsiedler (Harrison Ford) die Wildnis schätzen.

In der x-ten Verfilmung von Jack Londons Roman wetteifern der computeranimierte Buck und Harrison Ford um den wirkungsvolleren Hundeblick. Regisseur Sanders, der vom Animationsfilm kommt («The Croods»), trägt etwas sehr dick und kindlich auf, aber der Abenteuerstoff ist zeitlos gut. (ase)

Abaton, Arena, Capitol

Chambre 212

Komödie von Christophe Honoré, F 2019; 86 min

Maria (Chiara Mastroianni) hat ein Verhältnis, von dem ihr Mann Richard (Benjamin Biolay) per Zufall erfährt. Sie zieht ins Hotel gegenüber, in ein Zimmer, von dem sie die gemeinsame Wohnung samt Richard beobachten kann. Eine Nacht lang will sie in Ruhe nachdenken. Aber damit ist es bald vorbei: Die Geister der Vergangenheit tauchen auf.

Die Zahl im Titel bezieht sich auf den entsprechenden Abschnitt des französischen Code Civil, der besagt, dass sich Eheleute respektieren sollen. Der Film ist aber keine juristische Abhandlung, sondern eine luftige Etüde: oft laut, dann wieder leise, manchmal zu verspielt, aber immer très français. Chiara Mastroianni und Benjamin Biolay waren mal wirklich verheiratet. (ml)

Arthouse Movie

Eine Frau kämpft mit Geistern der Vergangenheit: «Chambre 212». Video: Vimeo/Xenixfilm

Fantasy Island

Horror von Jeff Wadlow, USA 2020; 109 min.

Dies ist das Remake einer Mystery-Serie, die von 1977 bis 1984 lief. Ein seltsamer Milliardär (Michael Peña) besitzt eine abgelegene Insel mitten im Ozean -- auf dieser erfüllt er seiner reichen Kundschaft alle Wünsche, anscheinend mithilfe übernatürlicher Kräfte. Irgendwann beginnen Leute zu sterben. In Zürich läuft nur die deutsche Synchronfassung.

Abaton, Arena

Jagdzeit

Drama von Sabine Boss, CH 2020; 90 min.

Alexander Meier (Stefan Kurt), Finanzchef einer strauchelnden Traditionsfirma, stemmt sich gegen das skrupellose Geschäftsgebaren des neuen CEO Hans Werner Brockmann (Ulrich Tukur). Die Geschichte beruht auf realen Tragödien von Topmanagern wie Pierre Wauthier (Zurich Versicherung) oder Carsten Schloter (Swisscom).

Endlich ein Schweizer Film, der mal genauer hinschaut, was in den Chefetagen von Grossfirmen abläuft. Regisseurin Sabine Boss fängt das machiavellistische Treiben in eiskalten Bildern ein. Allerdings neigt das Drama zur Überdeutlichkeit, und die verbissene Hauptfigur lädt nur bedingt zum Mitfiebern ein. (zas)

Abaton, Arena, Arthouse Movie, Corso, Kosmos

Lassie: Eine abenteuerliche Reise

Kinderfilm von Hanno Olderdissen, D 2020; 100 min. Ab 6 Jahren

Der Klassiker der alles überwindenden Liebe, diesmal in Deutschland: Lassie, eine Colliehündin, läuft allein von der Nordseeküste nach Bayern. Sie will zurück zu dem kleinen Jungen, dem sie gehört. Regisseur Hanno Olderdissen («Wendy 2: Freundschaft für immer») will die grosse Landidylle -- Wald, Wiesen, Sentimentalität. Das führt zum Teil zu einer TV-Heimatfilm-Atmosphäre, der die Protagonisten schwer entkommen. Aber für die Kinder gibt es genügend Hund. (SZ)

Abaton, Arena, Capitol, Houdini

The Peanut Butter Falcon

Tragikomödie von Tyler Nilson und Michael Schwartz, USA 2019; 98 min.

Zak (Zack Gottsagen) hat Trisomie 21 und wurde mangels Alternativen in einem Altersheim verwahrt. Dabei möchte er die Kampfschule seines Lieblingswrestlers besuchen. Eines Tages gelingt ihm die Flucht, und er findet einen Begleiter in Tyler (Shia LaBeouf), der sich einen Krabbenfischer zum Todfeind gemacht hat und ebenfalls wegwill. Eine Pflegerin (Dakota Johnson) soll Zak zurückholen.

Zack Gottsagen ist eine Entdeckung, LaBeouf und Johnson schlagen sich auch nicht schlecht. Inspiriert von «Huckleberry Finn», lebt der Film von den Landschaften und der Musik der Südstaaten. Ökonomisches Elend trifft auf Märchenhaftes. Dass die Handlung teils arg konstruiert ist, ist zu verschmerzen. (ggs) Houdini, Kosmos

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