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Das Neuste in den Zürcher Kinos

Der bunte Kinomix diese Woche: Ein schwarzer Polizist beim Ku-Klux-Klan, eine Tochter mit zwei Müttern, Jodie Foster als Krankenschwester und das Leben von Alexander McQueen.

Ein geheimes Spital, das als Hotel getarnt ist: Jodie Foster als Krankenschwester in «Hotel Artemis».
Ein geheimes Spital, das als Hotel getarnt ist: Jodie Foster als Krankenschwester in «Hotel Artemis».

Von Spike Lee, USA 2018; 135 min.Komödie

In den 70ern: Als erster schwarzer Polizist seiner Stadt hat es Ron Stallworth (John David Washington) nicht leicht. Da gelingt es ihm, über Telefon den Ku-Klux-Klan zu unterwandern. Aber als es darum geht, die Klanmitglieder persönlich zu treffen, muss ein weisser Kollege (Adam Driver) als Double herhalten. Die wahre Geschichte, von Spike Lee («Do the Right Thing») frei bearbeitet, bietet die Ausgangslage für grandios lustige Momente und die Anklage gegenwärtiger Auswüchse – wenn die Rassisten zum Beispiel «America First!» schreien. Das ist nicht immer subtil, aber der politische Furor steckt an. (ggs)

Arena, Arthouse Piccadilly, Capitol, Kosmos, Riffraff

Figlia mia

Von Laura Bispuri, I/D/CH 2018; 100 min.Drama

Der rote Lockenkopf der neunjährigen Vittoria (Sara Casu) sticht heraus in ihrem sardischen Dorf. Bei einem Rodeo freundet sie sich mit einer Frau an – Angelica (Alba Rohrwacher) stellt sich als Vittorias biologische Mutter heraus, und es beginnt eine Dreiecksgeschichte zwischen dem Mädchen, Angelica und der Adoptivmutter Tina (Valeria Golino). Wie schon in ihrem Regiedebüt «Vergine giurata» (2015) konfrontiert Laura Bispuri ihre Heldin auf der Suche nach der eigenen Identität mit weiblichen Rollenbildern. Sie schafft eine betörende, manchmal verstörende Welt, die, trotz vordergründiger Macho-Kultur, ganz den Frauen zu gehören scheint. (loe)

Kosmos

Hotel Artemis

Von Drew Pearce, GB/USA 2018; 94 min.Action

Los Angeles 2028. Das Hotel Artemis ist ein geheimes Krankenhaus für Kriminelle jeder Couleur. Wer dort behandelt wird, verpflichtet sich, den Ort als neutrales Terrain zu respektieren. Regisseur Drew Pearce, ein grosser Freund des Eighties-Gangsterkinos, zeigt, was passiert, wenn mehrere Patienten gleichzeitig diese Regel brechen, und erinnert daran, wie gut Loyalität und Unvernunft oder der Umgang mit Wurfmessern aussehen können. (SZ)

Abaton, Arena, Capitol

McQueen

Von Ian Bonhôte/Peter Ettedgui, GB 2017; 111 min.Dokumentarfilm

Vor acht Jahren nahm sich Modedesigner Alexander McQueen das Leben. Der Brite Peter Ettedgui und der Westschweizer Ian Bonhôte haben nun den ersten Dokfilm über McQueens Leben und Schaffen gemacht, in dem sie alte und neue Interviews sowie bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen aus seinem Umfeld montierten. Der Dokfilm erfordert an gewissen Stellen ein eher grosses Modewissen, um jedes Detail zu verstehen. Dies sollte Modelaien aber nicht abschrecken, denn der Film ist ein Porträt eines kreativen Ausnahmetalents, das aus dem Nichts den Modeolymp erklomm – und daran zerbrach. (aho)

Arthouse Movie, Kosmos

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