Diese Filme laufen neu in den Kinos

Neben Omar Sy («Intouchables») ist auch Jamie Bell («Billy Elliot») wieder auf der Leinwand zu sehen.

Der Fan und das Idol: Lionel Louis Basse (l.) und Omar Sy in «Yao».

Der Fan und das Idol: Lionel Louis Basse (l.) und Omar Sy in «Yao».

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Alexia, Kevin & RomainVon Adrien Bordone, CH 2018; 79 min.
Dokumentarfilm

Er möchte mit dem Zug in der Schweiz herumreisen, sagt Kevin. Und ein Praktikum als Koch machen. Kleine Wünsche für einen 17-Jährigen, möchte man meinen, und doch ist es in Kevins Fall ein bisschen anders: Der junge Mann hat ein intellektuelles Defizit. Gleich wie Alexia und Romain, die im selben Wohnheim oberhalb des Genfersees leben und ebenfalls bald volljährig werden.

Der Bieler Adrien Bordone begleitet in seiner Doku die drei Jugendlichen dabei, wie sie erste Schritte in die Selbstständigkeit machen. Dabei sind weniger ihre Handicaps im Fokus als ihr Wille, die fundamentale Verunsicherung zu überwinden, die dies mit sich bringt. «Alexia, Kevin & Romain» ist die einfühlsame Dokumentation einer entscheidenden Lebensphase. (reg)

Houdini

Drei Jugendliche mit Handicap machen ihre ersten Schritte ins Erwachsenenalter: «Alexia, Kevin & Romain». Video: YouTube/Outside the Box

Die drei !!!Von Viviane Andereggen, D 2019; 102 min.
Kinderfilm

Bei den drei Ausrufezeichen handelt es sich um die weibliche Version der drei Fragezeichen; seit 2006 löst das Mädchentrio in Büchern und Hörspielen Kriminalfälle. In ihrem ersten Kinofilm nehmen die drei an einem Theatercamp teil -- doch wie es scheint, geht in den Mauern des alten Theatergebäudes ein Gespenst um. Die Detektivinnen wollen es genau wissen.

Die Jungdarstellerinnen scheinen ihren Spass gehabt zu haben, ebenso Jürgen Vogel als wunderlicher Theaterleiter oder Armin Rohde in einem Gastauftritt als Spelunkenbesitzer. Aber originell ist die Story nicht gerade, das Frauenbild dafür bedenklich. (ggs)

Abaton, Arena, Capitol, Houdini

Die drei Fragezeichen haben ein weibliches Pendant – die drei Ausrufezeichen treten in ihrem ersten Film gegen ein Gespenst an: «Die drei !!!», Video: YouTube/Praesens-Film

Dragon Ball Super: BrolyVon Tatsuya Nagamine, Jap 2018; 97 min.
Animation

Son Goku und Vegeta trainieren gerade ihre Kampfkünste, da erfahren sie, dass sechs der sieben Dragonballs gestohlen wurden. Dahinter steckt ihr alter Erzfeind Freezer. Auf der Suche nach dem siebten Dragonball treffen sie ihn am Nordpol. Diesmal hat der Bösewicht einen besonderen Verbündeten dabei: Broly stammt vom selben Planeten wie Son Goku und Vegeta – und er ist derart stark, dass er es mit den beiden aufnehmen kann.

Der Film ist für «Dragon Ball»-Fans gedacht – wer sich mit Son Goku und Co. nicht auskennt, hat keine Chance, die Handlung zu verstehen. Und man wird sich langweilen, weil der Film zur Hälfte aus einer einzigen, eintönigen Kampfszene besteht. (ggs)

Abaton, Arena, Houdini

Im neusten Dragon-Ball-Film tritt ein neuer Kämpfer auf: «Dragon Ball Super: Broly». Video: YouTube/Pathe Films

Phantom IslandsVon Rouzbeh Rashidi, Irl 2018; 86 min.
Experimentalfilm

Eine Frau und ein Mann treiben sich auf Inseln an der irischen Küste herum. Sie streicheln ein Pferd, machen Fotos mit der Sofortbildkamera oder besuchen ein Aquarium. Zwischendurch rasiert die Frau dem Mann den Bart ab.

Regisseur Rouzbeh Rashidi stammt aus dem Iran, lebt in Irland und hat in den letzten zwanzig Jahren unzählige experimentelle Kurz- und Langfilme gedreht. «Phantom Island» ist eine Aneinanderreihung bedeutungsschwangerer, meist unscharfer Bilder, begleitet von ominöser Musik, Tierlauten oder Störgeräuschen. Es mag Leute geben, die das interessant finden. (ggs)

Stüssihof

Das Stüssihof zeigt den Experimentalfilm eines iranisch-irischen Regisseurs: «Phantom Islands». Video: YouTube/Experimental Film Society

RebellesVon Allan Mauduit, F 2019; 87 min.
Komödie

Eine Ex-Schönheitskönigin (Cécile de France) kehrt arbeitslos in ihr Heimatkaff zurück. Fortan schuftet sie in einer Fischfabrik. Als sie aus Versehen den Chef tötet und damit zu viel Geld kommt, muss sie mithilfe zweier Kolleginnen (Audrey Lamy, Yolande Moreau) nicht nur eine Leiche verschwinden lassen, sondern auch vor Ganoven flüchten.

Bääm, bääm, bääm – alles in dieser rabenschwarzen Komödie ist überzeichnet, laut und schrill. Vertiefte Figurenzeichnung oder fein beobachtende Sozialkritik fehlt, doch wenn die drei Frauen niedermetzeln, was ihnen in die Quere kommt, unterhält das bestens. Und ist immer wieder saukomisch. (aka)

Arthouse Movie

Eine Fabrikarbeiterin bringt aus Versehen ihren Chef um und muss jetzt die Leiche verschwinden lassen: «Rebelles». Video: Vimeo/Florence Adam - JMH

SkinVon Guy Nattiv, USA 2018; 119 min.
Drama

Bryon Widner (Jamie Bell) ist Mitglied einer rechtsextremen Gruppe in den USA. Er und seine Leute verbreiteten mit Worten, Taten und Aussehen Angst und Schrecken. Nach der Begegnung mit einer Frau versucht Bryon auszusteigen, was ihm schwer gemacht wird. Er aber bleibt konsequent und demonstriert das auch äusserlich: In einem schmerzhaften Prozess lässt er sich die Tattoos am ganzen Körper entfernen.

Symbolkräftig inszeniert der israelische Regisseur Guy Nattiv die wahre Geschichte in seinem ersten US-Spielfilm. Dabei nutzt er die Wucht seiner Geschichte voll aus, unterstützt von guten Darstellerinnen und Darstellern. Allen voran Jamie Bell («Billy Elliot»), den man hinter den Tätowierungen zuerst kaum erkennt. (ml)

Kosmos, Riffraff

Ein Neo-Nazi will einer Frau zuliebe aus seiner Szene aussteigen – und lässt sich die rassistischen Tätowierungen an seinem ganzen Körper entfernen: «Rebelles». Video: Vimeo/Florence Adam - JMH

YaoVon Philippe Godeau, F 2018; 103 min.
Komödie

Frankreich hat drei interessante Persönlichkeiten hervorgebracht, heisst es einmal im Film: General De Gaulle, den Fussballer Zinédine Zidane und den Schauspieler Seydou Tall. Seydou Tall? Omar Sy gibt den (fiktiven) Superstar mit senegalesischen Wurzeln, der erstmals in seinem Leben in die alte Heimat zurückkehrt. Ein junger Fan namens Yao (Lionel Louis Basse) nimmt sich seiner an und erlaubt ihm neue Sichtweisen auf Afrika.

Der «Intouchables»-Star Omar Sy spielt nicht nur die Hauptrolle, er hat den Film auch produziert. Selbstironisch gibt er diesen Menschen, der «Bounty» genannt wird: wie der Schokoriegel aussen schwarz, aber innen weiss. Er vermeidet dabei gekonnt Klischeefallen, die Handlung ist aber vorhersehbar. Trotzdem, man ist gerne unterwegs mit ihm und dem Jungen, die natürlich schnell ziemlich beste Freunde werden. (ml)

Arthouse Movie

Omar Sy spielt einen fiktiven Superstar, der nach Afrika reist: «Yao». Video: YouTube/Filmcoopi Zürich

Erstellt: 25.07.2019, 14:37 Uhr

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