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Draussen schaut es sich schöner

Eine Hausmeisterin verliebt sich in einen Fischmann, ein Paar reist um die Welt und ein Afroamerikaner entdeckt seine Homosexualität: Das sind unsere Open-Air-Filme der Woche.

Hier werden Komödien genauso wie Dramen und Dok-Filme gezeigt: das Allianz Cinema am Zürihorn.
Hier werden Komödien genauso wie Dramen und Dok-Filme gezeigt: das Allianz Cinema am Zürihorn.
Dominik Baur

The Shape of Water

Von Guillermo del Toro, USA 2017; 123 min.Fantasy

Anfang der 60er in einem geheimen Forschungslabor: Eine stumme Hausmeisterin (Sally Hawkins) freundet sich mit einem Amphibienwesen an und muss es vor bösen Wissenschaftern schützen. Dass die Melange aus Sixties-Chic, herzigem Monster-Kitsch, Kalter-Krieg-Symbolik, Amélie-Poulain-Gesäusel und generellen romantischen Aussenseiter-Träumen des Fanboy-Fabulierers Guillermo del Toro («Hellboy») nicht nur den Goldenen Löwen von Venedig gewinnt, sondern auch noch vier Oscars holt (bester Film, bester Regisseur, beste Musik und bestes Produktionsdesign), hätte man auch nie erwartet. Aber so ist es nun mal. (blu)

Sa 4.8., 21.05 Uhr Allianz Cinema, Zürichhorn

Weit. Ein Weg um die Welt

Von Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser, D 2017; 129 min.Dokumentarfilm

Ein junges Paar aus Freiburg im Breisgau beginnt im Jahr 2013 eine Weltreise unter erschwerten Bedingungen: Die beiden nehmen sich vor, den Globus zu umrunden, ohne ein einziges Mal in ein Flugzeug zu steigen. Was ursprünglich nur als besseres Home Movie für Freunde und Verwandte gedacht war, entwickelte sich in den deutschen Kinos zu einem Arthouse-Überraschungshit. Weisser und Allgaier finden vor allem für den ersten Abschnitt ihrer Reise – durch Kleinasien, den Iran und Pakistan – eindrucksvolle Bilder. Erst wenn in Sibirien die Co-Regisseurin schwanger wird und «Weit» sich zu einem Familienfilm wandelt, verliert die Sache an Schwung. (foe)

Sa 6.8., 21 Uhr Allianz Cinema, Zürichhorn

Moonlight

Von Barry Jenkins, USA 2016; 111 min.Drama

Drei Stationen im Leben eines Afroamerikaners: Als Bub lebt Chiron in ärmlichen Verhältnissen in Miami, als Jugendlicher entdeckt er seine Homosexualität, als Erwachsener schottet er sich ab und bleibt doch nicht ohne Hoffnung. Erstaunlich, dass der schwarze US-Regisseur Barry Jenkins nach seinem Debüt «Medicine for Melancholy» (2008) acht Oscar-Nominierungen für «Moonlight» geholt hat. Aber es ist dies nicht politische Korrektheit, sondern der Lohn für eine aufregend fein eingestellte Seismografie einer spezifisch schwarzen Erfahrung, die über den Kitsch des Universalismus triumphiert. Oscars für den besten Film, besten Nebendarsteller und bestes adaptiertes Drehbuch. (blu)

Mi 8.8., 21.15 Uhr Xenix-Open-Air, Kanzleiareal

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